Zahlen und Fakten

Die Schweizer Sektion von Amnesty International ist eine von 51 demokratisch organisierten Ländersektionen der weltweiten Menschenrechtsbewegung.
Rund 40'000 Mitglieder und rund 120'000 UnterstützerInnen finanzieren mit ihren Beiträgen, Spenden und Legaten die Arbeit von Amnesty.
Rund 2000 Mitglieder engagieren sich aktiv in 90 Lokal- und Themengruppen. Weitere 5000 Mitglieder umfasst die Netzwerke für Kampagnen- und Länderarbeit und Urgent-Actions. Sie alle leisten unentgeltlich aktive Menschenrechtsarbeit. Mehr zu den Amnesty-Gruppen
Die Schweizer Sektion ist als Verein organisiert und wird von einem ehrenamtlichen Vorstand geführt, der aus fünf bis neun Mitgliedern besteht. An der jährlich stattfindenden Generalversammlung entscheiden die Aktivmitglieder über die inhaltlichen Schwerpunkte der Arbeit, verabschieden das Budget, entscheiden über Statutenänderungen und wählen Gremien wie den Vorstand oder die Geschäftsprüfungskommission.
Die Schweizer Sektion beteiligt sich aktiv an der internationalen Entscheidfindung von Amnesty International und schickt regelmässig eine Delegation an die Internationale Ratsversammlung, die alle zwei Jahre stattfindet.
In der Schweiz arbeiten 45 Festangestellte in Bern, Lausanne und Lugano für Amnesty International. Daneben sind rund 10 PraktikantInnen und Zivildienstleistende für die Schweizer Sektion aktiv. Ihnen stehen 30 Freiwillige zur Seite, die bei der täglichen Arbeit unentgeltlich mithelfen. Das Sekretariat hat folgende Aufgaben:
- Information der Mitglieder und der Schweizer Öffentlichkeit über Menschenrechtsverletzungen weltweit und in der Schweiz
- Organisation von Kampagnen und Aktionen zu Menschenrechtsthemen
- Unterstützung von Aktivmitgliedern und Koordination der Aktionen
- Koordination des Urgent-Actions-Netzwerks in der Schweiz
- Lobbyarbeit bei Bundesbehörden und Parlament für nationale und internationale Menschenrechtsanliegen
- Mittelbeschaffung zur Finanzierung der Organisation auf nationaler und internationaler Ebene
- Administration und Finanzverwaltung der Schweizer Sektion
In den Regionalzentren in Lausanne, Lugano und Zürich arbeiten je zwei bis drei Personen sowie ein/e PraktikantIn in Lausanne. Sie leisten Informations- und Öffentlichkeitsarbeit in ihren Regionen und unterstützen die Kampagnen und Aktionen der Aktivmitglieder in der Westschweiz und im Tessin.
Arbeitsschwerpunkte 2008/2009
Peking 2008 – Menschenrechte auf's Podest
Anlässlich der Olympischen Sommerspiele in Peking hat sich AI mit einer weltweiten Kampagne für die Verbesserung der Menschenrechte in China eingesetzt.
Stoppt Gewalt gegen Frauen
Im Rahmen der internationalen Kampagne «Stopp Gewalt gegen Frauen» setzt sich AI Schweiz gegen den Frauenhandel ein und fordert die Ratifizierung einer Europarats-Konvention gegen Menschenhandel, mit der Opfer besser geschützt werden sollen. Ein Schwerpunkt bildete die Thematisierung des Frauenhandels im Zusammenhang mit der Fussbal-EM im Sommer 08. Ausserdem setzt AI weiter Druck auf, damit die Staaten ihre Verantwortung im Bereich der Häuslichen Gewalt warnehmen.
Recht und Gerechtigkeit im «Krieg gegen den Terror»
Amnesty Schweiz unterstützt die weltweite AI-Kampagne gegen eine Aufweichung des Folterverbots und für eine Schliessung des US-Gefangenenlagers Guantánamo. Ausserdem setzt sich AI für ein Ende der illegalen Überstellungen von Gefangenen in Geheimgefängnisse oder Drittländer ein.
«Für ein Leben in Würde»
Amnesty International lancierte eine weltweite Kampagne, die den Zusammenhang von Menschenrechtsverletzungen und Armut aufzeigt.
Weitere prioritäre Themen von AI Schweiz
- Kampagne für eine Abschaffung der Todesstrafe
- Wirtschaft und Menschenrechte
- Asyl und Migration
- Für eine bessere Waffenkontrolle - weltweit und in der Schweiz
Prioritäre Länder von AI Schweiz
- China
- Sudan
- Israel / Besetzte Gebiete
- Kolumbien
Grundlage: Tätigkeitsbericht 2008

