Entdecken Sie uns auf: Facebook Twitter Youtube
Amnesty International Schweiz
Startseite Über uns Eine weltweite Bewegung

Eine weltweite Bewegung

AI-Delegierte am internationalen Ratstreffen in Mexiko 2003 © AI
AI-Delegierte am internationalen Ratstreffen in Mexiko 2003 | © AI

 

Mitglieder in der ganzen Welt

Über 7 Millionen Menschen unterstützen Amnesty International durch ihre Teilnahme an Kampagnen und Aktionen, mit finanziellen Beiträgen und/oder durch ihre Mitgliedschaft. Ihre gemeinsame Vision ist eine Welt, in der die Menschenrechte für alle ohne Unterschied verwirklicht sind.

Amnesty International ist von Regierungen, politischen Parteien, Ideologien, Religionen und Wirtschaftsinteressen unabhängig. Damit dies so bleibt, finanziert sie sich über Mitgliederbeiträge, Spenden und private Zuwendungen und nimmt nur in ganz wenigen Ausnahmefällen staatliche Gelder an.

Amnesty International greift immer dann ein, wenn Menschenrechte verletzt werden – sei es durch Regierungen oder durch andere Akteure wie Oppositionsgruppen, Rebellen, Unternehmen oder Privatpersonen. Ausserdem engagiert sich AI dafür, dass die Menschenrechte national und international mehr Gewicht erhalten.

Nicht zuletzt dank dem Druck von Amnesty International gibt es seit 1987 die internationale Konvention gegen die Folter, seit 2002 den internationalen Strafgerichtshof und seit 2006 den Uno-Menschenrechtsrat.

So arbeitet Amnesty International

Die Arbeit von Amnesty International beruht auf sorgfältigen Nachforschungen. Im Internationalen Sekretariat in London sammeln Expertinnen und Experten Meldungen über Menschenrechtsverletzungen aus aller Welt. Ausserdem entsendet AI Fachleute in Krisenregionen, um vor Ort Fakten zu sammeln und im direkten Gespräch mit Opfern und Menschenrechtsaktivisten authentische Informationen zu beschaffen. All diese Informationen werden geprüft und dokumentiert. Diese Ermittlungsarbeit bildet die Grundlage für die Berichte, Aktionen und Kampagnen von Amnesty International.

Öffentlicher Druck ist das wichtigste Mittel, um Verbesserungen für die Opfer von Menschenrechtsverletzungen zu erzielen und die Einhaltung der Menschenrechte zu fördern. Öffentlichkeitsarbeit ist deshalb die wichtigste Aufgabe der Mitglieder und UnterstützerInnen von AI: sie setzen sich auf der ganzen Welt mit Kampagnen, Protestschreiben, Aktionen, Medienarbeit und Veranstaltungen für die Menschenrechtsanliegen ein.

AI nutzt auch die Möglichkeiten des politischen Lobbying und interveniert direkt bei Regierungen und Behörden.

In besonders akuten Fällen von Menschenrechtsverletzungen alarmiert AI ihr Urgent Actions-Netzwerk. Bei solchen Eilaktionen senden Freiwillige auf der ganzen Welt innert Stunden Tausende Briefe, Faxe und E-Mails an Regierungen und Behörden. Fast 50 Prozent der Urgent Actions sind erfolgreich und führen für die Betroffenen zur Verbesserung ihrer Situation.

Das bewirkt Amnesty International

Die Arbeit von Amnesty International zeigt rund um die Welt Wirkung: Gewissensgefangene  werden freigelassen, Todesurteile umgewandelt oder Menschen, die foltern, vor Gericht gestellt. Kampagnen und Aktionen tragen zur Verbesserung der Menschenrechtslage auf gesetzlicher oder gesellschaftlicher Ebene bei und stärken Organisationen vor Ort den Rücken. So werden beispielsweise Gesetze für einen besseren Schutz von Frauen oder eine Kontrolle des Waffenhandels geschaffen.

Immer wieder erfährt Amnesty International von Menschen, dass der Druck auf Regierungen und Behörden ihre Lage verbessert hat. Diese Erfahrungen zeigen, dass die Aktionen der Mitglieder und UnterstützerInnen von Amnesty International etwas verändern können. Erfolge »

Von den Anfängen bis in die Gegenwart

Amnesty International wurde im Jahr 1961 vom britischen Anwalt Peter Benenson gegründet:

Zwei Studenten hatten in Portugal auf die Freiheit angestossen und wurden deswegen verhaftet. Dieses Ereignis hat Peter Benenson inspiriert, in der Zeitung «The Observer» mit seinem «Appeal for Amnesty» die Freilassung von Gewissensgefangenen zu fordern. Aus dieser Aktion erwuchs innert kurzer Zeit eine internationale Bewegung.

Anfänglich war die Befreiung von Gewissensgefangenen das Hauptanliegen der Organisation. Bald jedoch weitete AI ihr Tätigkeitsfeld aus und begann, sich auch gegen die Folter, gegen das «Verschwindenlassen» von Menschen und gegen die Todesstrafe einzusetzen. Dafür erhielt Amnesty 1977 den Friedensnobelpreis.

Die weltweiten Veränderungen stellen Amnesty immer wieder vor neue Herausforderungen. Dem haben die Delegierten von Amnesty im Jahr 2001 an einer internationalen Ratsversammlung Rechnung getragen und beschlossen, das Arbeitsgebiet von Amnesty auf alle Menschenrechte auszuweiten.

Heute arbeitet Amnesty International unter anderem zu folgenden Schwerpunkten:

    • Meinungsäusserungs- und Versammlungsfreiheit
    • Verteidigung von Frauenrechten
    • Abschaffung der Folter und der Todesstrafe
    • Sicherheit und Menschenrechte (keine Menschenrechtsverletzungen im Namen der Sicherheit)
    • Internationale Justiz
    • Menschenrechte und Armut
    • Verantwortung von Unternehmen
    • Meinungsfreiheit im digitalen Zeitalter