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Shell muss Umwelt und Menschenrechte respektieren

Verunreinigtes Gebiet in Iwhrekan, Nigeria
Verunreinigtes Gebiet in Iwhrekan, Nigeria | © Kadir van Lohuizen/NOOR

Im Nigerdelta haben Ölunternehmen die Umweltbelange und die Menschenrechte regelmässig missachtet und so die Lebensgrundlage der lokalen Bevölkerung zerstört. Amnesty International fordert von Shell als einem der wichtigsten Ölförderer in der Region, ihre Verantwortung wahrzunehmen und die verschmutzten Gebiete zu reinigen. Der Konzern muss die betroffenen Gemeinschaften über alle Auswirkungen der Ölförderung informieren.

Eine Aktion vom Juni 2009.

 
 

An Herrn Peter Voser, CEO Royal Dutch Shell

Sehr geehrter Herr Voser

Ich bin sehr besorgt über die Umweltverschmutzung und die Umweltschäden, die durch die Tätigkeiten von Shell verursacht werden und unter deren Auswirkungen die Menschen im Nigerdelta in Nigeria zu leiden haben. Shell ist es nicht gelungen, wirksame Massnahmen zu treffen, mit denen die sozialen Folgen der Ölförderung aufgefangen werden können. Durch die Ölverschmutzung werden wichtige Lebensgrundlagen wie Ackerbau und Fischfang zerstört. Die betroffenen Gemeinschaften werden nur selten darüber informiert, welche Konsequenzen die Tätigkeiten der Ölfirmen auf ihre Umwelt und ihre Menschenrechte haben.

Als neuer Chief Executive Officer von Royal Dutch Shell haben Sie jetzt die Gelegenheit, reinen Tisch zu machen. Nutzen Sie Ihr Mandat für einen Neustart. Ich fordere Sie deshalb auf,

  • die Ölverschmutzungen in Absprache mit den betroffenen Gemeinschaften umfassend zu beseitigen und regelmässig und öffentlich über den aktuellen Stand der Dinge zu berichten.
  • alle Informationen über die Auswirkungen der Ölförderung auf die Umwelt und die Menschenrechte öffentlich zugänglich zu machen, inklusive allen Umweltverträglichkeitsprüfungen sowie allen anderen Studien, die Shell über die Auswirkungen ihrer Tätigkeiten auf die Gemeinschaften und die Umwelt im Nigerdelta gemacht hat.

Hochachtungsvoll

 
 

Aktionswoche mit Celestine AkpoBari

Der nigerianische Aktivist Celestine AkpoBari hat im November 2009 die Aktion in der Schweiz begleitet.

 

Hintergrund

Die Ölkonzerne haben im Niger-Delta die Umwelt und damit die traditionellen Lebensgrundlagen der lokalen Bevölkerung zerstört. Das schwarze Gold hat bereits Einnahmen in Milliardenhöhe gebracht, trotzdem hat sich die Lebenssituation für die Mehrheit der 30 Millionen BewohnerInnen des Niger-Deltas nicht verbessert.

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Diese Online-Aktion ist abgeschlossen. Über neue Online-Aktionen können Sie sich per E-Mail informieren lassen.

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Unterschriften übergeben

Am 18. Mai 2010 wurden Peter Voser, dem CEO von Shell, 175 000 Unterschriften übergeben. Shell hat versprochen, zentrale Informationen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

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