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Solidaritätsaktion für Maria Teresa

El Salvadors Gesetze sind dermassen restriktiv, dass Frauen nach Fehlgeburten Gefängnisstrafen riskieren. | © Amnesty International

Nach einer Fehlgeburt wurde Maria Teresa Rivera 2012 des Mordes angeklagt und zu einer 40-jährigen Haftstrafe verurteilt. In einem Rekursverfahren fordert sie nun die Begnadigung durch den Präsidenten El Salvadors. Das Parlament wird in den nächsten Monaten eine Entscheidung fällen.  

 

Maria Teresa Rivera befindet sich in einer sehr belastenden Situation: Das Parlament El Salvadors steht kurz davor, ihre 40-jährige Haftstrafe neu zu untersuchen. Nach einer Fehlgeburt hatte man Maria Teresa  2012 in einem unfairen Verfahren des Mordes angeklagt. Im Jahr 2014 erhob sie dagegen Einspruch und forderte die Begnadigung durch den Präsidenten – ihre einzige Chance wieder frei zu kommen und Gerechtigkeit und Wiedergutmachung zu erfahren.

Am 21. Januar 2015 hat das salvadorianische Parlament für die Freilassung von Carmen Guadalupe Vasquez gestimmt, die aus ähnlichen Gründen seit 7 Jahren eine Haftstrafe von 30 Jahren verbüsst hatte. Die Abstimmung war extrem knapp und es gibt keine Anzeichen, dass es Maria Teresa Rivera gleich ergehen wird. Am 23. März wird Amnesty International der salvadorianischen Regierung eine Petition gegen das generelle Abtreibungsverbot  überreichen.

Wir rufen euch dazu auf, Maria Teresa mit einer Solidaritätsbotschaft zu unterstützen und nebenstehendes Formular zu benützen! Danke.

 

Übersetzung der Solidaritästbotschaft

Liebe Maria Teresa
Ich finde es sehr ungerecht, dass du im Gefängnis sein musst. Aber vergiss nicht, dass du nicht alleine bist – auch wenn du sehr schwierige Zeiten durchmachst. Meine Gedanken sind mit dir.

 

«Als das Urteil verkündet wurde, dachte ich nur noch: Mein Gott, mein Sohn wird 45 Jahre alt sein, wenn ich aus dem Gefängnis rauskomme!»

«Was ich mir von der Zukunft erhoffe? Freiheit. Nachts bin ich oft traurig, weil ich bei meinem Sohn sein möchte, neben ihm schlafen will … Ich wünschte mir, dass die Frauen ausserhalb des Gefängnisses schätzen, was sie da draussen haben. Sie realisieren nicht, was sie haben: Wasser, einen Cent … sie sollten alles wertschätzen, alles.»