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Paraguay

Gesundheitsversorgung für indigene Gemeinschaften

Mitglieder der beiden indigenen Gemeinschaften demonstrieren für ihre Rechte
Mitglieder der beiden indigenen Gemeinschaften demonstrieren für ihre Rechte | © AI

Seit Anfang der 1990er-Jahre müssen zwei indigene Gemeinschaften bei Santa Elisa neben einer Autobahn in menschenunwürdigen Verhältnissen leben. Noch immer warten sie auf die Rückgabe ihres Landes, das der Interamerikanische Menschenrechtsgerichtshof angeordnet hat. Ihnen fehlt es an sauberem Trinkwasser, ausreichender Nahrung und dem regelmässigen Zugang zu Gesundheitsversorgung. Fordern Sie die Regierung Paraguays zum Handeln auf.

 

Abgeschlossen

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Forderungen

Sehr geehrter Herr Generalstaatsanwalt

Vor 15 Jahren wurden die beiden indigenen Gemeinschaften der Yakyes Axas und der Sawhoyamaxas von ihrem angestammten Land vertrieben und leben seither unter prekären Bedingungen längs der Schnellstrasse von Pozo Colorado nach Concepción. Sie leben dort ohne angemessene medizinische Versorgung und haben nur mangelhafte Wasser- und Nahrungsmittelversorgung.

2005 und 2006 bestimmte der Interamerikanische Gerichtshof für Menschenrechte, dass das angestammte Land an die beiden indigenen Gemeinschaften zurückgegeben werden muss. Als Datum für die Rückgabe der Ländereien der Yakyes Axas und der Sawhoyamaxas setzte das Gericht den 13. Juli 2008 bzw. den 19. Mai 2009 fest. Bis dem Urteil entsprochen wird, forderte der Gerichtshof die Behörden zudem auf, die Grundversorgung – wie zum Beispiel den Zugang zu Gesundheitszentren, medizinischer Versorgung, Wasser und Nahrungsmittel – für das Überleben der indigenen Gemeinschaften sicherzustellen.

Wir sind über die alarmierende Situation und die 27 Todesfälle, die hätten verhindert werden können, empört, und bitten Sie nachdrücklich:

  • sicherzustellen, dass sofort wieder eine regelmässige Nahrungsmittel- und Grundversorgung der beiden indigenen Gemeinschaften gewährleistet wird;
  • sicherzustellen, dass die Gesundheitsversorgung der beiden Gemeinschaften durch medizinisches Personal und ein Gesundheitszentrum garantiert wird;
  • alle notwendigen Massnahmen zu ergreifen, um den Entscheid des Interamerikanischen Menschenrechtsgerichtshofes umzusetzen und den beiden Gemeinschaften ihr angestammtes Land zurückzugeben.

Hochachtungsvoll

 
 

Hintergrund

Paraguays Indígenas leben unter prekären Bedingungen und warten immer noch auf die Rückgabe ihres Landes. Amnesty international unterstützt den exemplarischen Kampf zweier Gemeinschaften im Chaco.

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