Pakistan: Politischer Aktivist in Belutschistan entführt
Shams-Ul-Din Baloch wurde am 1. Juli 2010 verschleppt, als er in der Provinz Belutschistan seine Mutter auf dem Weg in ein Krankenhaus begleitete. Amnesty International geht davon aus, dass er wegen seiner Verbindung zur politischen Bewegung der Belutschen entführt wurde. Über Shams Balochs Schicksal ist seit der Entführung nichts bekannt. Seine Familie fürchtet um sein Leben.
Der Krankenwagen, in dem sich Shams Baloch, seine Mutter und weitere Familienmitglieder befanden, wurde an einem Kontrollpunkt des «Frontier Corps», einer paramilitärischen Einheit des Innenministeriums, zwischen Khuzdar und Quetta angehalten. Laut Augenzeugen traf kurz darauf ein Wagen mit vier bewaffneten Männern in Zivil ein. Sie nahmen Shams Baloch mit und fuhren mit ihm in Richtung Quetta davon.
Ein Ermittlungsteam, das aus Polizeibeamten und Angehörigen des Geheimdienstes bestand, bestätigte den Vorfall. Die Familie von Shams Baloch wird inzwischen – vermutlich von den lokalen Behörden – unter Druck gesetzt, den Fall weder zu veröffentlichen noch weiter zu verfolgen. Die Angehörigen haben dennoch bei der Polizei Anzeige gegen das Frontier Corps erstattet und bei zahlreichen Regierungsstellen in Quetta Nachforschungen angestellt. Am 6. Juli 2010 beantragten sie beim Hohen Gericht von Belutschistan eine Vorführung von Shams Baloch vor einem Richter.
Im Februar 2011 wurden die beiden Rechtsanwälte, die Shams Balochs Fall und andere Fälle von Verschwindenlassen in Belutschistan vertreten, ebenfalls verschleppt. Einen der Rechtsanwälte liessen die Entführer nach einigen Tagen frei, der andere wird immer noch vermisst.
Briefvorschlag und Forderungen
Sehr geehrter Herr Innenminister
Shams-Ul-Din Baloch wurde am 1. Juli 2010 verschleppt, als er seine Mutter in der Provinz Belutschistan auf dem Weg in ein Krankenhaus begleitete. Amnesty International geht davon aus, dass er wegen seiner Verbindung zur politischen Bewegung der Belutschen entführt wurde. Über Shams Balochs Schicksal ist seit der Entführung nichts bekannt. Seine Familie fürchtet um sein Leben.
Der Krankenwagen, in dem sich Shams Baloch, seine Mutter und weitere Familienmitglieder befanden, wurde an einem Kontrollpunkt des «Frontier Corps», einer paramilitärischen Einheit des Innenministeriums, zwischen Khuzdar und Quetta angehalten. Laut Augenzeugen traf kurz darauf ein Wagen mit vier bewaffneten Männern in Zivil ein. Sie nahmen Shams Baloch mit und fuhren mit ihm in Richtung Quetta.
Ein Ermittlungsteam, das aus Polizeibeamten und Angehörigen des Geheimdienstes bestand, bestätigte den Vorfall. Die Familie von Shams Baloch wird inzwischen – vermutlich von den lokalen Behörden – unter Druck gesetzt, den Fall weder zu veröffentlichen noch weiter zu verfolgen. Die Angehörigen haben dennoch bei der Polizei Anzeige gegen das Frontier Corps erstattet und bei zahlreichen Regierungsstellen in Quetta Nachforschungen angestellt. Am 6. Juli 2010 beantragten sie beim Hohen Gericht von Belutschistan eine Vorführung von Shams Baloch vor einem Richter.
Im Februar 2011 wurden die beiden Rechtsanwälte, die Shams Balochs Fall und andere Fälle von Verschwindenlassen in Belutschistan vertreten, ebenfalls verschleppt. Einen der Rechtsanwälte liessen die Entführer nach einigen Tagen frei, der andere wird immer noch vermisst.
Ich bin sehr besorgt über die Entführung und fordere Sie auf, umgehend Ermittlungen über den Verbleib von Shams Baloch zu veranlassen und die Untersuchungsergebnisse der Familie mitzuteilen. Falls er sich sich in den Händen der Behörden befindet, ersuche ich um seine sofortige Freilassung, sofern er nicht vor einem ordentlichen Gericht und in einem fairen Prozess einer als Straftat erkennbaren Handlung angeklagt wird.. Ich fordere Sie zudem auf, die Verantwortlichen des Verschwindenlassens vor Gericht zu stellen und die Familie von Shams Baloch zu entschädigen.
Hochachtungsvoll
Höflich formulierter Brief an
Rehman Malik
Federal Minister for Interior
Room 404, 4th Floor, R Block
Pakistan Secretariat
Islamabad
PAKISTAN
Fax: (00 92) 519 202 624
Syed Yousuf Raza Gilani, Prime Minister
Pakistan Secretariat
Constitution Avenue, Islamabad, Pakistan
Fax: (0092) 519 213 780 oder (00 92) 519 221 596
E-Mail: secretary@cabinet.gov.pk
korrekte Anrede: Sehr geehrter Herr Premierminister
Kopie an
Botschaft von Pakistan
Bernastrasse 47
3005 Bern
Fax: 031 350 17 99
E-mail: parepberne@bluewin.ch
embassyberne@yahoo.com
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