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Ägypten

Militärrat muss mit Mubaraks Methoden brechen

Polizeigewalt bei Protesten in Ägypten. | © AI

Neun Monate nach dem Sturz Mubaraks ist die menschenrechtliche Bilanz des regierenden «Obersten Rates der Streitkräfte» ernüchternd: Die Sicherheitskräfte und bezahlte bewaffnete Banden begegnen Protesten und Demonstrationen mit brutaler Gewalt. Kritik am Militär ist unerwünscht, Tausende von Zivilpersonen wurden von Militärgerichten abgeurteilt. Der Geltungsbereich des Ausnahmezustande wurde sogar ausgeweitet. Fordern Sie vom Militärrat, die Meinungsfreiheit zu schützen und keine Zivilpersonen mehr vor Militärgerichte zu stellen!

 

Forderungen

Der Militärrat soll sich klar zur Meinungsäusserungs- und Versammlungsfreiheit bekennen und für deren Gewährleistung sorgen. Dafür muss er den Ausnahmezustand endlich aufheben und die folgenden konkreten Massnahmen treffen:

Für ein Ende der Gewalt gegen Protestierende

  • die Anweisung an die Sicherheitsorgane, unverhältnismässige Gewaltanwendung zu beenden und die entsprechenden Regelwerke der Uno zu respektieren,
  • die Offenlegung der für die Polizei und Armee geltenden Richtlinien über den Einsatz von Gewalt,
  • die Einleitung unabhängiger Untersuchungen über Vorfälle, bei denen den Sicherheitskräften unverhältnismässiger Gewalteinsatz vorgeworfen wurde.

Keine Militärprozesse für Zivilpersonen

  • die sofortige und bedingungslose Freilassung all jener, die allein aufgrund ihrer Kritik am Militär bzw. ihrer freien Meinungsäusserung in Haft sind,
  • die Freilassung aller Zivilpersonen, die in einem militärgerichtlichen Verfahren stehen; wird ihnen ein international anerkannter Straftatbestand vorgeworfen, sind sie einem fairen zivilgerichtlichen Verfahren zu unterstellen,
  • die Anordnung neuer, fairer Verfahren vor Zivilgerichten für all jene, die bereits in einem Militärprozess verurteilt worden sind.
 
 

Abgeschlossene Online-Aktion

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