Viele Palästinenserinnen und Palästinenser in den besetzten Gebieten haben keinen Zugang zu einer hinreichenden und sicheren Trinkwasserversorgung. Hauptursache dafür ist die diskriminierende Wasserverteilung durch die israelische Armee, welche sämtliche Wasserressourcen kontrolliert. Zusätzlich geht auch viel Wasser durch den mangelnden Unterhalt der Leitungen seitens der palästinensischen Wasserbehörde verloren.
Amnesty International fordert deshalb
von der israelischen Regierung:
- Die völkerrechtswidrige Blockade des Gazastreifens ist aufzuheben und die Einfuhr von Ersatzteilen, Bau- und anderen Materialien und Geräten für die Instandhaltung der Infrastruktur der Wasserversorgung und Abwasserreinigung im Gazastreifen unverzüglich zu bewilligen.
- Die diskriminierende Wasserpolitik im Westjordanland muss beendet und den PalästinenserInnen gleichberechtigten Zugang zu den Wasserreserven gewährt werden.
- Alle hängigen Abrissanordnungen sind aufzuheben und die weitere Zerstörung von plästinensischen Wasserversorgungseinrichtungen im Westjordanland zu unterbinden.
von der palästinensischen Wasserbehörde:
- Es müssen dringend konkrete Schritte eingeleitet werden für eine effiziente Wassernutzung bzw. die Minimierung der Verluste über marode Leitungen sowie gegen die Kontaminierung des Trinkwassers.
von der Schweizer Regierung:
- Als Depositarstaat der Genfer Konventionen muss gerade auch die Schweiz Druck auf Israel ausüben, damit die völkerrechtswidrige und diskriminierende Wasserpolitik im Westjordanland beendet und die Blockade des Gazastreifens aufgehoben wird.