Amnesty International Schweiz
Online-Aktion

Setzen Sie sich ein für das Recht auf Wasser in Palästina

Leeres Wasserreservoir im Westjordanland | © Amnesty International

Im Oktober 2009 hat Amnesty International den Report «Durst nach Gerechtigkeit» über den eklatanten Wassermangel publiziert, unter dem die Palästinenserinnen und Palästinenser in den besetzten Gebieten leiden. Der Bericht fand international ein breites Echo, die Situation hat sich aber nicht verbessert. Mit dieser Aktion soll der Druck aufrecht erhalten werden.

 

Hintergrund

Der ungelöste Nahostkonflikt prägt auch den Zugang zum Wasser in den besetzten palästinensischen Gebieten: Die 450’000 jüdischen SiedlerInnen verbrauchen mehr Wasser als alle 2,3 Millionen PalästinenserInnen im Westjordanland zusammen. Im Gazastreifen können Trinkwasserversorgung und Abwasserreinigung aufgrund der Blockade nicht erneuert werden. 90% der Wasserreserven sind stark verschmutzt.

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Forderungen

Viele Palästinenserinnen und Palästinenser in den besetzten Gebieten haben keinen Zugang zu einer hinreichenden und sicheren Trinkwasserversorgung. Hauptursache dafür ist die diskriminierende Wasserverteilung durch die israelische Armee, welche sämtliche Wasserressourcen kontrolliert. Zusätzlich geht auch viel Wasser durch den mangelnden Unterhalt der Leitungen seitens der palästinensischen Wasserbehörde verloren.

Amnesty International fordert deshalb

von der israelischen Regierung:

  • Die völkerrechtswidrige Blockade des Gazastreifens ist aufzuheben und die Einfuhr von Ersatzteilen, Bau- und anderen Materialien und Geräten für die Instandhaltung der Infrastruktur der Wasserversorgung und Abwasserreinigung im Gazastreifen unverzüglich zu bewilligen.
  • Die diskriminierende Wasserpolitik im Westjordanland muss beendet und den PalästinenserInnen gleichberechtigten Zugang zu den Wasserreserven gewährt werden.
  • Alle hängigen Abrissanordnungen sind aufzuheben und die weitere Zerstörung von plästinensischen Wasserversorgungseinrichtungen im Westjordanland zu unterbinden.

von der palästinensischen Wasserbehörde:

  • Es müssen dringend konkrete Schritte eingeleitet werden für eine effiziente Wassernutzung bzw. die Minimierung der Verluste über marode Leitungen sowie gegen die Kontaminierung des Trinkwassers.

von der Schweizer Regierung:

  • Als Depositarstaat der Genfer Konventionen muss gerade auch die Schweiz Druck auf Israel ausüben, damit die völkerrechtswidrige und diskriminierende Wasserpolitik im Westjordanland beendet und die Blockade des Gazastreifens aufgehoben wird.