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Saudi Arabien

In unfairen Verfahren zum Tod verurteilt

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Saudi Arabien wendet häufig die Todesstrafe an und vor allem Nicht-Saudis wird oft kurzer Prozess gemacht. Amnesty setzt sich für zwei Gefangene ein, die von der Hinrichtung bedroht sind.

Der Nigerianer Suliamon Olyfemi und die Indonesierin Siti Zainab Binti Duhri Rupa haben alle ihre Rekursmöglichkeiten ausgeschöpft und sind unmittelbar von der Hinrichtung bedroht. Der Nigerianer wurde zum Tod verurteilt in einem unfairen Prozess, dem er nicht folgen konnte, da er kein Arabisch spricht. Er hatte weder einen Übersetzer noch einen Anwalt zur Hilfe. Die Indonesierin hat angeblich einen Mord gestanden, ist aber psychisch krank, und hatte ebenfalls keinen Anwalt.

Ausländerinnen und Ausländer, die eines Kapitalverbrechens angeklagt sind, erhalten oft keine Rechtsberatung und keinen Verteidiger in Saudi Arabien. In vielen Fällen haben sie nicht einmal einen Übersetzer während des Prozesses. Den Angeklagten fehlen nicht nur Sprachkenntnisse sondern auch das nötige Wissen, um sich richtig verteidigen zu können. Manche verstehen nicht einmal, dass sie zum Tod verurteilt wurden. Ausserdem werden Ausländerinnen und Ausländer seltener begnadigt als Saudis mit Einfluss.

Rufen Sie die saudische Regierung dazu auf, die Todesstrafen in Haft umzuwandeln und ein Moratorium für Hinrichtungen einzuführen – als ersten Schritt zur Abschaffung der Todesstrafe. Schicken Sie eine automatische Mail an die saudischen Botschafter.

31. Mai 2011