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Startseite Länder Naher Osten und Nordafrika Syrien Beiträge 2011 Der Uno-Sicherheitsrat muss endlich handeln

UN-Sicherheitsrat muss endlich handeln!

Die-In an einer Kundgebung von Amnesty und der exilsyrischen Gemeinschaft in Bern, 18. Aug. 2011. | © Susanne Keller

Seit März 2011 gehen die syrischen Sicherheitskräfte mit brutaler Gewalt gegen die Protestbewegung vor. Amnesty International hat die Namen von mehr als 1800 Personen, die seither getötet worden sind. Massenverhaftungen, Folter und Todesfälle in Haft sind an der Tagesordnung. Dennoch hat sich der UN-Sicherheitsrat bisher nicht auf eine griffige Resolution einigen können. Neben Russland und China wehrten sich bisher namentlich auch Brasilien, Indien und Südafrika. Diese drei Länder schicken nun aber eine gemeinsame Delegation nach Syrien. Mit einer Online-Petition an ihre Aussenminister hielt Amnesty den Druck aufrecht.

 

Forderungen

Sehr geehrte Aussenminister Brasiliens, Indiens und Südafrikas

Ich wende mich an Sie und Ihre Regierungen und fordere Sie auf, zusammen mit anderen Mitgliedern des UN-Sicherheitsrates eine griffige und rechtlich bindende Resolution zu unterstützen, die dazu beitragen kann, die brutale Gewalt des syrischen Regimes gegen die überwiegend friedliche Protestbewegung zu stoppen.

Das am 3. August 2011 verabschiedete Präsidentielle Erklärung ist eine ungenügende Reaktion auf die brutale Gewalt der syrischen Sicherheitskräfte, die nach Ansicht von Amnesty International Teil einer umfassenden, systematischen Kampagne gegen die Zivilbevölkerung und daher als Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu qualifizieren ist.

Der UN-Sicherheitsrat sollte zumindest in Form einer rechtlich bindenden Resolution ein umfassendes Waffenembargo gegen Syrien sowie die Blockierung aller Vermögenswerte führender Vertreter des syrischen Regimes einschliesslich Präsident Asads beschliessen und den Internationalen Strafgerichtshof (ICC) mit Ermittlungen zu den mutmasslichen Verbrechen gegen die Menschlichkeit beauftragen.

Als Mitglieder des UN-Sicherheitsrates und führende Mitglieder der Staatengemeinschaft kommt Brasilien, Indien und Südafrika eine besondere Verantwortung zu. Ich fordere Sie und Ihre Regierungen auf, Führungsstärke zu zeigen und Ihren Einfluss geltend zu machen, damit dem Blutvergiessen in Syrien ein Ende gesetzt wird und Verbrechen gegen die Menschlichkeit nicht straflos bleiben.

 
 

Abgeschlossene Aktion

Diese Aktion ist abgeschlossen. Besten Dank für Ihr Interesse.

 

Hintergrund

Todesfälle in syrischen Gefängnissen haben in besorgniserregendem Ausmass zugenommen. In einem neuen Bericht dokumentiert Amnesty International für den Zeitraum vom 1. April bis zum 15. August 2011 88 Todesfälle von Häftlingen, die im Zuge der Repression gegen die Protestbewegung verhaftet worden sind.

Mehr dazu

 

eyesonsyria.org

Website, die einen Überblick über den Verlauf der Ereignisse in Syrien gibt. 

www.eyesonsyria.org