Österreich: Opfer oder Verdächtige - eine Frage der Hautfarbe
Rassistische Diskriminierung im österreichischen Polizei- und Justizsystem; Amnesty International, 2009, 96 Seiten
Misshandlungen, Prügel von PolizistInnen, unzureichende Untersuchung von rassistisch motivierten Straftaten und Nachlässigkeit bei der Verfolgung der TäterInnen: Das sind nur einige Formen rassistischer Diskriminierung im Bereich des österreichischen Strafjustizsystem.
MigrantInnen oder Angehörige ethnischer Minderheiten geraten viel leichter als weisse ÖsterreicherInnen unter Verdacht, Straftaten begangen zu haben. Ebenso ist es wahrscheinlicher, dass man ihre Rechte nicht respektiert, wenn sie Opfer eines Verbrechens werden. Auch verweigern ihnen Polizei und Justizsystem regelmässig das Recht auf Gleichbehandlung.
Dieser auf ausführlichen Fallbeispielen beasierende Bericht analysiert die aktuell gültigen Ansätze zur Prävention und Bekämpfung tief verwurzelter rassistischer Einstellung und befindet diese Methoden für ungenügend. Am Schluss steht die Erkenntnis, dass die österreichische Polizei und österreischischen Justizorgane es versäumen, allen Personen, unabhängig von von deren Herkunft oder Hautfarbe, die gleichen Rechte und Dienstleistungen zu gewähren. Die Ursache hierfür: institutioneller Rassismus.
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