«Schatten und Licht im Exil»
Bildband über Menschen im Exil in der Schweiz von Betrand Cottet und Sonya Mermoud. Éditions d'en bas, 2003, 111 S.
Éditions d'en bas, 2003, 111 S.
Bildband über Menschen im Exil in der Schweiz.
Betrand Cottet, Sonya Mermoud
Editions d'En Bas, 2003, 111 p.
Bertrand Cottet ist Anthropologe und Fotograf. Er arbeitete viele Jahre im Asylbereich und war mit der Auswertung von Integrationsprojekten für Flüchtlinge betraut. Gleichzeitig frönte er seiner Leidenschaft, der Fotografie, mit dem Ziel, eine Bevölkerungsschicht sichtbar zu machen, die in der Gesellschaft zu oft sich selbst überlassen ist.
Behutsam drang er in ihre Welt ein, schwer zugänglich für jemanden, der sich nicht mit Klischees begnügt, und versuchte, das Leben von Menschen im Exil und ihr Schicksal zu erfassen, seine Vielfalt aufzudecken, Schatten und Licht zu erforschen. Hinter dem Lächeln entdeckte der Fotograf manchmal Traurigkeit, neben der Entwurzelung Hoffnung und hinter der Verschiedenheit uns allen gemeinsame Gefühle. Die Porträtierten zeigen sich je nachdem offen oder beunruhigt, suchen Kontakt und sind offen für Begegnungen. Man kann in ihren Augen Grosszügigkeit und auch Ernst lesen. Die Fotos lassen uns auch einen Teil der Umgebung entdecken, in der sie leben, und ein wenig von ihren Erinnerungen und stillen Zeugen unsichtbarer Verbindungen zum verlorenen Land. Im Alltag fühlen sich die Emigranten zwischen dem Willen zur Integration und der Kultur des Herkunftslandes hin und her gezogen. Die Bilder, aufgenommen am Arbeitsplatz, auf der Strasse oder in Einstiegsklassen, zeugen von viel Einfühlungsvermögen. Sie entreissen unsere Nachbarn aus der Fremde der Anonymität und tragen dazu bei, ihnen ihre Identität zurückzugeben.
Sonya Mermoud ist Journalistin und Schriftstellerin und hat die ganze Welt bereist. Seit sieben Jahren zeichnet sie verantwortlich für die Zeitschrift «Fluchtpunkt», herausgegeben von der Schweizerischen Flüchtlingshilfe, und ist mit den politischen Gegebenheiten im Exilbereich und deren Auswirkung auf das Schicksal der Menschen gut vertraut. Sie steht auch in ständigem Kontakt mit den Emigranten, die ihr ihre Besorgnisse und Freuden anvertrauen. So durchreist sie die Kontinente, ohne dabei Grenzen zu überschreiten.
Ihre kurzen Texte ergänzen die Fotografien feinfühlig und taktvoll. Sie informieren und berichten von der Zerrissenheit der Frauen und Männer, die zwar Fremde sind, aber doch nicht so verschieden von uns.
Sonya Mermoud machte in verschiedenen Ländern zahlreiche Reportagen für humnitäre Organisationen. Sie schrieb auch Kinderbücher, von denen zwei bei Éditions loisirs et pédagogie herausgekommen sind.
| Bestellnummer | Preis | Anzahl |
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| 1560.021 | 35.00 |

