An Joseph Deiss (alt Bundesrat), Präsident der Uno-Generalversammlung
Die Millenniums-Entwicklungsziele sind die wichtigste je beschlossene Initiative im weltweiten Kampf gegen die Armut. Aber zehn Jahre nach der Lancierung dieser Initiative müssen wir feststellen, dass trotz der gemachten Fortschritte noch sehr viel zu tun bleibt.
Zum Beispiel beim Ziel 5, das eine Reduktion der Müttersterblichkeit um drei Viertel anstrebt. Nach wie vor erleben viele Frauen und Mädchen eine diskriminierende Behandlung, die das Risiko, während der Schwangerschaft oder bei der Geburt zu sterben, wesentlich erhöht.
Um echte Fortschritte zu erzielen, sei es unabdingbar, alle Massnahmen zur Erreichung der Millenniums-Entwicklungsziele auf die Menschenrechte auszurichten, erklärte Uno-Generalsekretär Ban Ki-moon. Das heisst namentlich, die am stärksten marginalisierten Personen zu erreichen; die Unabhängigkeit und Gleichstellung der Frauen zu fördern; die Partizipation der von Armut Betroffenen zu garantieren und von den Regierungen Rechenschaft über ihre Arbeit zu verlangen.
Der Schutz der Rechte von Menschen, die in Armut leben, ist ein wesentliches Element auf der Suche nach Lösungen. Ich möchte Sie bitten, darauf zu achten, dass die Menschenrechte ins Zentrum aller Anstrengungen gerückt werden, die Millenniums-Entwicklungsziele doch noch zu erreichen.