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Uno-Welttag des Wohn- und Siedlungswesens

Ein Dach über dem Kopf ist ein Menschenrecht

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Ein Bagger zerstört Häuser im Uferquartier Njemanze in Port Harcourt, Nigeria. August 2009. | © Privat

Über eine Milliarde Menschen leben weltweit in Slums. Viele sind täglich von gewaltsamen Zwangsräumungen bedroht, weil ihre Hütten gewinnträchtigen Neubauprojekten im Weg stehen. Rund um den Uno-Welttag des Wohn- und Siedlungswesens sind AktivistInnen von Amnesty International mit Strassenaktionen präsent, um auf die prekäre Situation in Nigeria hinweisen. In Port Harcourt drohen 200'000 Menschen ihr Dach über dem Kopf zu verlieren, weil die Behörden ein Geschäfts- und Freizeitzentrum bauen wollen.

Rund um den 3. Oktober, dem Uno-Welttag des Wohn- und Siedlungswesens (World Habitat Day), erinnern AktivistInnen von Amnesty International mit Strassenaktionen daran, dass ein Dach über dem Kopf ein Menschenrecht ist. Die Realität ist eine andere: In Ländern wie Kambodscha, Kenia und Serbien führen Regierungen oft mit roher Gewalt Massenvertreibungen durch. Anstelle der Slums entstehen nationale Grossprojekte wie beispielsweise Stadien für die Fussball-WM 2014 in Brasilien oder städtische Prestigebauten wie in Nigeria.

Am 28. September 2011 kündigte der Präsident Ghanas, John Evans Atta Mills, vor der Uno-Vollversammlung an, dass alle BewohnerInnen des informellen Quartiers Old Fadama in Accra nicht zwangsgeräumt würden. Er fügte zudem an, dass ein Dialog zwischen der Regierung und den Betroffenen im Gange sei, um angemessene Umsiedlungsmöglichkeiten zu finden.

Die Amnesty International begrüsst diese Entwicklung und hofft, dass sich die nigerianischen Behörden ein Beispiel daran nehmen. In Port Harcourt, der Hauptstadt des Bundesstaates Rivers, leben 200'000 Menschen mit der ständigen Bedrohung einer Zwangsräumung. Ihr Wohnquartier soll einem Geschäftszentrum und einem Vergnügungspark weichen. Bereits im August 2009 wurden 17'000 Menschen gewaltsam vertrieben und verloren ihr Zuhause, ihr soziales Netz, ihre Arbeit und all ihr Eigentum.

Mit Strassenaktionen in der ganzen Schweiz und einer Online-Petition. fordert Amnesty International die nigerianischen Behörden auf, den Zwangsräumungen ein Ende zu setzen und internationale Menschenrechtsstandards bei Stadtentwicklungsprojekten einzuhalten.

2. Oktober 2011

Downloads
Amnesty-Bericht Zwangsräumungen in Port Harcourt
PDF-Dokument, 1.2 MB
Videos

Jeden Monat veröffentlicht Amnesty International Videos zum Leben in Slums auf www.slumstories.org. Video zur Situation in Nigeria:

Shooting in Port Harcourt: Brutales Vorgehen der Sicherheitskräfte in Slums

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