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Tschad

Tausende haben ihr Zuhause verloren

Zwangsräumungen Tschad
Zwangsräumungen im Tschad. | | © AI

Die Häuser von tausenden von Menschen sind seit Februar 2008 in verschiedenen Quartieren von N'Djamena, der Hauptstadt des Tschad zwangsgeräumt  und zerstört worden. Die Zwangsräumungen sind ohne gebührende Prozesse, angemessene Information und Konsultation und ohne ein Angebot alternativer Unterkünfte oder Entschädigungen ausgeführt worden.

Die grosse Mehrheit der Personen die seit dem Beginn dieser Massnahmen ihr Zuhause verloren, haben damit nicht nur ihr Dach über dem Kopf  verloren sondern auch ihre Arbeit und die Möglichkeit wirksame Rechtsmittel einzulegen. Mehrere Opfer sind gegen die Regierung  vor Gericht gezogen und haben Recht erhalten, doch wurden die Gerichtsurteile sowohl durch die nationalen als auch durch die kommunalen Behörden des Tschad und der Stadt N'Djamena ignoriert.

Die Gemeinde begann mit den Zwangsräumungen in N'Djamena im Februar 2008, nachdem eine Koalition bewaffneter oppositioneller Gruppen die Stadt angegriffen hatte und der Notstand ausgerufen wurde. Nationale und kommunale Behörden haben diese Politik des Zerstörens von Häuser und Geschäfte und der gewaltsamen Räumung von Unterkünfte seither weitergeführt , mit der Behauptung, es handle sich bei dieser neuen Welle um die Umsetzung eines Stadtentwicklungsprojektes. Viele weitere Menschen haben ihr Zuhause verloren.

Die Meisten der zwangsgeräumten Lokalitäten standen Ende Mai 2011 nach wie vor leer. In manchen Gegenden scheint das Gebiet parzellenweise vermietet zu werden, während dem die Opfer der Zwangsräumungen nach wie vor keinen Zugang zu angemessenen Unterkünften haben.

1. November 2011