Amnesty International Schweiz
Startseite Themen Asyl & Migration Das macht Amnesty
Asyl & Migration

Das macht Amnesty

Amnesty fordert, dass die Rechte von Flüchtlingen respektiert werden - hier in Australien. © James Morgan
Amnesty fordert, dass die Rechte von Flüchtlingen respektiert werden - hier in Australien. | © James Morgan

Amnesty International untersucht Menschenrechtsverletzungen und setzt sich für den Schutz und die Förderung der Menschenrechte von Flüchtlingen, Asylsuchenden, Migrantinnen und Migranten und intern Vertriebenen ein.

Amnesty International klagt Menschenrechtsverletzungen von Staaten aber auch von Privaten begangen an und deckt Situationen auf, wo internationale Schutzmechanismen versagen. Auf der politischen und gesetzlichen Ebene strebt Amnesty International wo erforderlich, Veränderungen an. In schwerwiegenden Fällen von Menschenrechtsverletzungen setzt sie sich auch mit gezielten Aktionen für Einzelfälle ein.

Im Asylbereich setzt sich Amnesty International dafür ein:

  • dass verfolgte Personen ungehinderten Zugang zu einem fairen Asylverfahren erhalten;
  • dass der besonderen Situation und den Bedürfnissen von Verletzlichen, insbesondere von alleinstehenden Frauen und Kindern, unbegleiteten Jugendlichen, von traumatisierten Menschen und LGBTI-Flüchtlingen (Lesben, Homosexuellen, Bisexuellen, Transsexuellen und Intersexuellen) sowohl im Asylverfahren wie auch in der Betreuung Rechnung getragen wird;
  • dass Asylsuchende im Asylverfahren Rechtshilfe von AsylspezialistInnen erhalten können und sie Zugang zu einem fairen Beschwerdeverfahren haben;
  • dass Asylsuchende während des Asylverfahrens nicht inhaftiert werden;
  • dass das Non-Refoulement-Verbot im Asylverfahren eingehalten wird;
  • dass abgewiesene Asylsuchende in Sicherheit und Würde in ihre Heimat zurückkehren können und eine Grundlage für eine nachhaltige Rückkehr geschaffen wird.


Im Migrationsbereich fordert Amnesty International unter anderem:

  • dass Einwanderungs- und Grenzkontrollrichtlinien mit dem internationalen Flüchtlingsrecht und den Menschenrechten im Einklang stehen;
  • dass der Kriminalisierung von Migrantinnen und Migrantenein Ende gesetzt wird und Alternativen für die Inhaftierung von Einwanderungswilligen gefunden werden;
  • dass Staaten die Menschenrechte von Verletzlichen wie Kindern, Frauen, Betagten und Kranken besonders schützen und deren wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte respektieren;
  • dass Staaten ihrer völkerrechtlichen Pflicht nachkommen, die Rechte von Migranten und Migrantinnen unabhängig von ihrem Status zu schützen und ihnen Zugang zu Rechtsprechung und Rechtsmitteln zu verschaffen;
  • dass bei Rückführungen von Migrantinnen und Migranten ihre Menschenrechte gewahrt werden und in keinem Fall das Non-Refoulmentgebot verletzt wird.

 

Amnesty International verfügt über ein weltweites Netz von Flüchtlings- und MigrationskoordinatorInnen in mehr als 50 Ländern, die eng mit anderen Nichtregierungsorganisationen für den Schutz der Menschenrechte von Flüchtlingen, Asylsuchenden, Migrantinnen und Migranten und intern Vertriebenen zusammenarbeiten.

 

November 2010

Nothilfe

Ab Februar 2011 macht Amnesty International gemeinsam mit drei anderen Organisationen mit einer grossen Kampagne auf die unwürdigen Lebensumstände aufmerksam, welche durch die Nothilfe für abgewiesene Asylsuchende entstehen. Mehr