Asyl und Migration
- Kirgisische Flüchtlinge nahe der usbekischen Grenze. | © UNHCR/S. Schulmann
Migration ist ein Phänomen, das so alt ist wie die Geschichte der Menschheit. Die Gründe, wieso Menschen migrieren, sind vielfältig.
Einige Menschen wandern aus, um in einem anderen Land zu studieren oder zu arbeiten. Andere flüchten vor drohenden Menschenrechtsverletzungen wie Folter, Verfolgung, bewaffneten Konflikten oder extremer Armut. Die grössten Migrationsbewegungen finden innerhalb eines Kontinents oder Region statt, ein geringerer Teil Migrationswilliger bewegt sich von einem Teil der Welt in einen anderen. Fast die Hälfte aller Migrierenden sind Frauen, von denen ein zunehmender Anteil ohne Begleitung unterwegs ist.
Fakten:
- Laut Bevölkerungsabteilung der Vereinten Nationen leben aktuell über 200 Millionen Menschen ausserhalb des Landes, in dem sie geboren wurden. Das entspricht ca. 3 Prozent der Weltbevölkerung.
- Ende 2010 waren weltweit rund 43,7 Millionen Menschen auf der Flucht vor Konflikten und Verfolgung. Das ist die höchste Zahl vertriebener seit 15 Jahren.
- Ende 2010 sind knapp die Hälfte (47%) der Flüchtlinge weltweit sind Frauen und Mädchen.
- Länder des Südens beherbergen 8,5 Millionen Flüchtlinge und Migrantinnen. Das sind vier Fünftel der Menschen, die weltweit auf der Flucht sind.
- In den 49 ärmsten Ländern leben fast zwei Millionen Flüchtlinge. Das entspricht 19% der Flüchtlinge weltweit.
- Entgegen der allgemeinen Annahme bestätigen die verfügbaren Statistiken, dass der grösste Teil der Menschen auf der Flucht am liebsten in ihrer Herkunftsregion bleiben. Ende 2010 lebten drei Viertel der Flüchtlinge in einem Nachbarland ihres Herkunftslandes.
Die meisten Flüchtlinge stammen aus Afghanistan (3'054'700), gefolgt vom Irak (1'683'600) und Somalia (770'200).
* Global Trends 2010, United Nations High Commissioner for Refugees (UNHCR), 2011.

