Amnesty International Schweiz
Startseite Themen Sicherheit und Menschenrechte Rechenschaftspflicht

Die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen

Polen
Europäische Komplizen: Standort des geheimen CIA-Gefängnis in Polen. | © AP Photo

Amnesty International verlangt, dass die Verantwortlichen für Menschenrechtsverletzungen, die bei der Terrorbekämpfung begangen wurden, zur Rechenschaft gezogen werden.

Nach jahrelangem Engagement von Amnesty International und anderen Organisationen ist die Wahrheit über die missbräuchlichen Praktiken im «Krieg gegen den Terror» nun bekannt. Während einige Regierungen Schritte unternommen haben, um Verantwortliche zur Rechenschaft zu ziehen, machen viele andere bis heute nichts.

Amnesty International wird weiterhin die beschämende Rolle aufzeigen, welche die europäischen Staaten im geheimen Auslieferungs- und Haftprogramm der CIA nach den Anschlägen von 9/11 gespielt haben. Gefangene wurden heimlich inhaftiert und an andere Staaten überstellt, ihnen wurden sämtliche Rechte verweigert, und viele wurden gefoltert oder misshandelt.

Die Kampagne «Sicherheit und Menschenrechte» will sicherstellen, dass die Verantwortlichen für Menschenrechtsverletzungen nicht ungestraft mit ihren Verbrechen davonkommen und dass die Opfer sowie ihre Familien für ihr Leid entschädigt werden. Ohne diese Rechenschaft werden die Missbräuche weitergehen, und die Wunden von Familien und ganzen Gesellschaften werden nie verheilen.

Amnesty International ruft die Regierungen dazu auf, unabhängige Untersuchungen zu Berichten über Menschenrechtsverletzungen im Namen der nationalen Sicherheit und der Terrorismusbekämpfung einzuleiten und die Opfer aufgrund der Untersuchungsergebnisse zu entschädigen.

August 2011

Maher Arar

Der syrisch-kanadische Doppelbürger Maher Arar wurde 2002 von US-Behörden verhaftet, nach Syrien verschleppt und dort ein Jahr lang inhaftiert und gefoltert. Danach wurde er ohne Anklage freigelassen. Seither wartet er vergeblich auf eine Entschuldigung der USA. Beteiligen Sie sich an der Online-Aktion «Mr. President, entschuldigen Sie sich!». Mehr dazu

Online-Petition auf www.amnesty.org