Betreuungszentrum für Opfer von Frühverheiratung in Burkina Faso © Sophie Garcia/Corbis für Amnesty International
Betreuungszentrum für Opfer von Frühverheiratung in Burkina Faso © Sophie Garcia/Corbis für Amnesty International

Burkina Faso: Abgeschlossene Briefaktion für frühverheiratete Mädchen Mädchen vor Frühverheiratung schützen

Briefe gegen das Vergessen Oktober 2018
Tausende Mädchen in ganz Burkina Faso werden früh verheiratet, viele sind zum Zeitpunkt ihrer Hochzeit gerade einmal elf oder zwölf Jahre alt. Die Regierung hat erste Schritte unternommen, um Frühehen zu verbieten. Doch es muss noch mehr getan werden.

Ein Grund für die Frühverheiratung ist der Brautpreis, den die Eltern des Mädchens erhalten. Rechte der Mädchen werden immer wieder verletzt. Nur die wenigsten Mädchen dürfen eine Schule besuchen. Trotz enormem Drucks seitens der Familien und der Gesellschaft weigern sich viele Mädchen, eine solche Ehe einzugehen und versuchen zu fliehen.

Amnesty International hat mehrere Einrichtungen in Burkina Faso besucht, in denen Mädchen Zuflucht gefunden haben, darunter Maria (nicht ihr richtiger Name), die erzählte, mit 13 Jahren von ihrem Vater gezwungen worden zu sein, einen 70-jährigen Mann zu heiraten. Er habe ihr sogar gedroht, sie zu töten, wenn sie den Mann nicht heirate.

Die Regierung hat erste Schritte unternommen, um Frühehen zu verbieten und dabei auch einige der Empfehlungen von Amnesty International berücksichtigt. Doch es muss noch mehr getan werden, um Sonderregelungen zur Frühverheiratung unter 15 Jahren zu unterbinden.


Abgeschlossene Briefaktion