Germain Rukuki © Privat
Germain Rukuki © Privat

Burundi: Briefaktion für Germain Rukuki Menschenrechtsverteidiger noch immer im Gefängnis

Briefe gegen das Vergessen März 2020
Der burundische Menschenrechtsverteidiger Germain Rukuki wurde am 26. April 2018 zu 32 Jahren Gefängnis verurteilt. Weder er noch sein Rechtsbeistand waren bei der Urteilsverkündung anwesend. Amnesty International betrachtet ihn als gewaltlosen politischen Gefangenen.

Der burundische Menschenrechtsverteidiger Germain Rukuki wurde am 13. Juli 2017 in Bujumbura festgenommen und am 26. April 2018 zu 32 Jahren Gefängnis verurteilt. Weder er noch sein Rechtsbeistand waren bei der Urteilsverkündung anwesend.
Ein Berufungsgericht bestätigte die Entscheidung am 17. Juli 2019. Der Menschenrechtler hat vor dem Obersten Gerichtshof Rekurs gegen das Urteil eingelegt.

Seit Beginn der politischen Krise im April 2015 gehen die burundischen Behörden radikal gegen die Opposition, die unabhängige Zivilgesellschaft und die Medien vor. Viele MenschenrechtsverteidigerInnen haben das Land aus Sicherheitsgründen verlassen und viele andere werden lediglich wegen ihrer Menschenrechtsarbeit strafrechtlich verfolgt.

Germain Rukuki arbeitete früher für die Nichtregierungsorganisation Aktion der Christen gegen die Folter (Action by Christians for Abolition of Torture, ACAT-Burundi), bevor diese zusammen mit einigen anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen 2016 von den Behörden verboten wurde. Den Organisationen wird vorgeworfen, «den Ruf des Landes zu schädigen» und «Hass und Zwietracht unter der burundischen Bevölkerung zu säen».

Die Staatsanwaltschaft legte als belastendes Beweismaterial gegen Germain Rukuki einige E-Mails zwischen ihm und ACAT-MitarbeiterInnen vor, die aus der Zeit stammen, als ACAT-Burundi noch rechtmässig als Organisation zugelassen war.

Die Behörden werfen Germain Rukuki «Rebellion», «Bedrohung der Staatssicherheit», «Angriff auf die Autorität der Behörden» und «Teilnahme an einer Aufstandsbewegung» vor.

Amnesty International betrachtet ihn als gewaltlosen politischen Gefangenen.


Bitte schreiben Sie höflich formulierte Briefe in gutem Französisch, Englisch oder auf Deutsch an den burundischen Präsidenten sowie an die Justizministerin:

BRIEFVORSCHLAG und Forderungen auf Deutsch
(Briefvorschlag an den Präsidenten in Englisch siehe ganz unten)

Sehr geehrter Herr Präsident,

Der Menschenrechtsverteidiger Germain Rukuki wurde am 13. Juli 2017 in Bujumbura festgenommen und am 26. April 2018 zu 32 Jahren Gefängnis verurteilt. Weder er noch sein Rechtsbeistand waren bei der Urteilsverkündung anwesend.
Ein Berufungsgericht bestätigte die Entscheidung am 17. Juli 2019. Germain Rukuki arbeitete früher für die Nichtregierungsorganisation ACAT-Burundi, bevor diese 2016 von den Behörden verboten wurde. Die Staatsanwaltschaft legte als belastendes Beweismaterial E-Mails zwischen ihm und ACAT-MitarbeiterInnen vor, die aus der Zeit stammen, als ACAT-Burundi noch rechtmässig als Organisation zugelassen war.

Ich bitte Sie, Germain Rukuki umgehend und bedingungslos freizulassen. Er ist ein gewaltloser politischer Gefangener, der lediglich aufgrund seiner friedlichen Menschenrechtsarbeit in Haft ist.

Hochachtungsvoll

 

Sehr geehrte Frau Ministerin,

Der Menschenrechtsverteidiger Germain Rukuki wurde am 13. Juli 2017 in Bujumbura festgenommen und am 26. April 2018 zu 32 Jahren Gefängnis verurteilt. Weder er noch sein Rechtsbeistand waren bei der Urteilsverkündung anwesend.
Ein Berufungsgericht bestätigte die Entscheidung am 17. Juli 2019. Germain Rukuki arbeitete früher für die Nichtregierungsorganisation ACAT-Burundi, bevor diese 2016 von den Behörden verboten wurde. Die Staatsanwaltschaft legte als belastendes Beweismaterial E-Mails zwischen ihm und ACAT-MitarbeiterInnen vor, die aus der Zeit stammen, als ACAT-Burundi noch rechtmässig als Organisation zugelassen war.

Ich bitte Sie, sich dafür einzusetzen, dass Germain Rukuki umgehend und bedingungslos freigelassen wird. Er ist ein gewaltloser politischer Gefangener, der lediglich aufgrund seiner friedlichen Menschenrechtsarbeit in Haft ist.

Hochachtungsvoll
 


Corona-Krise: Info Postversände

ACHTUNG! Aufgrund der Verbreitung des Coronavirus ist die weltweite Briefzustellung momentan eingeschränkt. Da sich die Zustellung täglich ändern kann, prüfen Sie bitte auf der Website der Schweizer Post, ob Briefe im Zielland aktuell zugestellt werden. Falls nicht, bitten wir Sie andere Kommunikationskanäle (E-Mail, Fax oder soziale Medien, wenn vorhanden) für die Zustellung Ihres Appells zu nutzen und/oder senden Sie diesen via die Botschaft mit der Bitte um Weiterleitung an die genannte Person.


Höflich formulierten Brief

1.) an den burundischen Präsidenten:
Mr. Pierre Nkurunziza
President of the Republic of Burundi
P.O. Box: 1870 Bujumbura
BURUNDI
E-Mail: pierre.nkurunziza@burundi.gov.bi

Anrede: Dear Mr. President / Sehr geehrter Herr Präsident


2.) an die Justizministerin:
Madame Aimée Laurentine Kanyana
Minister of Justice of the Republic of Burundi
P.O. Box: 1305 Bujumbura
BURUNDI

Anrede: Dear Minister / Sehr geehrte Frau Ministerin

Kopien an

Ambassade de la République du Burundi
Rue de Lausanne 44
1201 Genève
Fax: 022 732 77 34
E-Mail: mission.burundi217@gmail.com

 

Zwei druckfertige Modellbriefe auf Deutsch finden Sie auf den Seiten 4 und 5
» in diesem Word-Dokument
» in diesem PDF-Dokument

 

Porto: CHF 2.00
 


Model letter in english:

Dear Mr. President,

Burundian human rights defender Germain Rukuki was arrested on 13 July 2017 in Bujumbura and sentenced to 32 years in prison on 26 April 2018, without the presence of his legal representation. This decision was upheld by the Court of Appeal of Ntahangwa in Bujumbura on 17 July 2019. 

Amnesty International considers Germain to be a prisoner of conscience, detained solely for his peaceful human rights work.

Please release Germain Rukuki immediately and unconditionally.

Sincerely,