Fred Bauma und Yves Makwambala (Kampagnenbild von Amnesty) © Amnesty International
Fred Bauma und Yves Makwambala (Kampagnenbild von Amnesty) © Amnesty International

Demokratische Republik Kongo: Briefaktion für Fred Bauma und Yves Makwambala Zwei Mitgliedern einer Jugendbewegung droht Todesstrafe

Briefe gegen das Vergessen Januar 2016
Fred Bauma und Yves Makwambala gehören zu einer kongolesischen Jugendbewegung. Weil sie mehr Demokratie forderten, droht den beiden Aktivisten die Todesstrafe.

Im März 2015 stürmten Sicherheitskräfte in Kinshasa eine Pressekonferenz der Jugendbewegung «Filimbi», die friedliches, politisches Engagement von Jugendlichen unterstützt. Dreissig Personen wurden festgenommen, darunter auch Gäste aus Senegal und Burkina Faso, internationale Journalistinnen und Journalisten sowie ein US-Diplomat. Während die meisten bald wieder freikamen, hielt man die beiden «Filimbi»-Aktivisten Fred Bauma and Yves Makwambala wochenlang in geheimer Haft – ohne Kontakt zu ihren Familien und Rechtsbeiständen. Schliesslich wurden die beiden Menschenrechtler wegen «Hochverrats, Putschversuchs und versuchter Tötung eines Staatsoberhaupts» angeklagt. Sollten sie schuldig gesprochen werden, droht ihnen die Todesstrafe.

Die Anklage entbehrt jeder Grundlage und ist rein politisch motiviert. Amnesty International betrachtet Fred Bauma und Yves Makwambala als gewaltlose politische Gefangene, die lediglich wegen der friedlichen Ausübung ihrer Rechte auf Meinungs-, Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit inhaftiert sind.

BRIEFVORSCHLAG UND FORDERUNGEN

Sehr geehrter Herr Präsident,

Fred Bauma und Yves Makwambala, zwei Vertreter der Jugendbewegung «Filimbi», sind seit März 2015 in Haft. Die Anklage wirft den beiden Menschenrechtlern «Hochverrat, Putschversuch und versuchte Tötung eines Staatsoberhaupts» vor. Diese Vorwürfe entbehren jeder Grundlage.
Die beiden Männer sind gewaltlose politische Gefangene, die lediglich ihre Rechte auf Meinungs-, Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit friedlich wahrgenommen haben.

Ich beobachte mit grosser Sorge, dass die Unterdrückung von Jugendgruppen in Ihrem Land zunimmt. Für die Zukunft der Demokratischen Republik Kongo ist es überaus wichtig, dass Jugendliche an demokratischen Prozessen teilnehmen. Ausserdem möchte ich sie an ihre völkerrechtliche Pflicht erinnern, die Rechte auf Meinungs-, Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit zu schützen.

Daher fordere ich Sie auf, Fred Bauma und Yves Makwambala umgehend und bedingungslos freizulassen und alle Anklagen gegen sie fallen zu lassen.
Auch andere Aktivisten, Mitglieder oppositioneller Parteien und weitere Personen, die allein aufgrund ihrer politischen Ansichten oder ihrer Teilnahme an friedlichen Aktionen inhaftiert sind, sollten freigelassen werden.

Hochachtungsvoll,

Höflich formulierten Briefe an

Président Joseph Kabila
Cabinet du Président de la République
Palais de la Nation
Av. De Lemera
Kinshasa-Gombe
DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO

Anrede: Your Excellency / Exzellenz

Kopie an

Botschaft der Demokratischen Republik Kongo
Sulgenheimweg 21
Postfach 5261
3001 Bern

Fax: 031 372 74 66
E-Mail: rdcambassy@bluewin.ch


Einen druckfertigen Modellbrief auf Deutsch zu diesem Fall finden Sie auf Seite 5 in diesem Word-Dokument.