Amnesty Aktion vor dem Apple Store in Montreal, Juni 2016 © Rodolphe Beaulieu
Amnesty Aktion vor dem Apple Store in Montreal, Juni 2016 © Rodolphe Beaulieu

Demokratische Republik Kongo iPhone 7: Der hohe Preis der Smartphones

16. September 2016
Es ist soweit: Das von Fans lange erwartete iPhone 7 ist endlich auf dem Markt. Schlagworte der Apple-Werbung sind das elegante Design und die fortschrittliche Technologie. Doch ist wirklich alles, was drinsteckt, fortschrittlich?

Apple lobt die neue Kamera und die Widerstandsfähigkeit. Die Laufzeit sei verbessert worden und vor allem sei das Smartphone wasserdicht.  Um die notwendige Leistung auch hervorbringen zu können, braucht das Gerät Lithium-Ionen-Batterien. Ein Hauptbestandteil dieser Batterien ist Kobalt. Und dieses kommt hauptsächlich aus Minen in der Demokratischen Republik Kongo, abgebaut von MinenarbeiterInnen, die unter erbärmlichen Bedingungen oft mit blossen Händen das kostbare Metall schürfen. Selbst Kinder sind darunter: Unicef schätzte 2014, dass rund 40'000 Buben und Mädchen in den Minen im Süden Kongos schufteten.

Eleganz und Fortschritt müssten mit Sorfgfaltspflicht einhergehen – gerade was Menschenrechte betrifft. Kunden und Kundinnen brauchen von den Unternehmen eine Garantie, dass die Produkte ohne Kinderarbeit hergestellt worden sind.

 

Schreiben Sie Apple und fragen Sie, ob das neue iPhone Kobalt aus der Demokratischen Republik Kongo enthält und ob das Unternehmen Auskunft über die Abbaubedingungen geben kann. Sie finden hier einen Musterbrief.