Aissatou Lamarana Diallo / Kleines Photo rechts: ihr Ehemann Thierno Sadou Diallo © Amnesty International
Aissatou Lamarana Diallo / Kleines Photo rechts: ihr Ehemann Thierno Sadou Diallo © Amnesty International

Guinea: Abgeschlossene Briefaktion für Aissatou Lamarana Diallo Sechs Jahre nach Tötung noch immer keine Gerechtigkeit und Wiedergutmachung

Briefe gegen das Vergessen Mai 2021
Seit sechs Jahren fordert Aissatou Lamarana Diallo die Aufklärung der Erschiessung ihres Ehemanns. Sie hat bislang weder Gerechtigkeit erfahren noch eine Entschädigung erhalten. Auch wurde nach wie vor niemand zur Rechenschaft gezogen.

Seit sechs Jahren fordert die Guineerin Aissatou Lamarana Diallo die Aufklärung der Erschiessung ihres Ehemanns Thierno Sadou Diallo durch Sicherheitskräfte. Am 7. Mai 2015 hatte die Opposition in Conakry zu Protesten aufgerufen. Thierno Sadou Diallo nahm nicht daran teil, wurde jedoch am selben Abend von Personen in Gendarmerie-Uniform getötet, als diese eine Razzia im Stadttteil Ratoma durchführten. Fünf Sicherheitskräfte kamen auf Thierno Sadou Diallo und seine Freunde zu, die auf der Strasse standen, und richteten eine Waffe auf sie. Als die Gruppe aus Angst in eine Seitenstrasse floh, feuerten die Gendarmen zwei Schüsse ab, von denen einer Thierno Sadou Diallo in den Rücken traf.

Aissatou Lamarana Diallo war zum Zeitpunkt der Tötung ihres Mannes schwanger und brachte zwei Wochen später ein Kind zur Welt. Sie hat drei Kinder und ist nun alleinerziehend. Auch sechs Jahre nach dem Vorfall hat sie weder Gerechtigkeit erfahren noch eine Entschädigung erhalten. Auch wurde bislang niemand für die rechtswidrige Tötung von Thierno Sadou Diallo zur Rechenschaft gezogen.

 
Bereits im Mai 2017 und erneut im April 2018 haben wir einen Brief gegen das Vergessen zugunsten von Aissatou Lamarana Diallo lanciert:
- Artikel vom Mai 2017
- Artikel vom April 2018

Abgeschlossene Briefaktion