Briefaktion für 14 Häftlinge 14 Gefangene seit einem Jahr verschwunden

In der Nacht vom 23. Mai 2011 wurden 14 Häftlinge des Zentralgefängnisses in der mauretanischen Hauptstadt Nouakchott von Sicherheitskräften aus ihren Zellen geholt und an einen unbekannten Ort ...

In der Nacht vom 23. Mai 2011 wurden 14 Häftlinge des Zentralgefängnisses in der mauretanischen Hauptstadt Nouakchott von Sicherheitskräften aus ihren Zellen geholt und an einen unbekannten Ort gebracht. Seitdem fehlt jede Spur von ihnen.

Bei einigen der Entführten handelte es sich um zum Tode verurteilte Gefangene, andere waren zu Haftstrafen zwischen fünf und 15 Jahren verurteilt worden. Ein Mitgefangener schilderte die Entführung folgendermassen: «Die Sicherheitskräfte kamen um 3 Uhr nachts. Ihre Gesichter waren verhüllt, und sie hatten eine Liste bei sich. Sie lasen nacheinander die Namen vor (...) und forderten die Gefangenen auf, mit ihnen zu kommen. Niemand wusste warum.»

Ohne weitere Erklärung wurden den Familienangehörigen der Männer im Juni 2011 deren persönliche Gegenstände ausgehändigt, darunter Kleidung, Decken und Bücher. Im November 2011 erklärte der Justizminister Mauretaniens gegenüber Amnesty International, die Gefangenen seien aus «Sicherheitsgründen» isoliert worden. Zum Aufenthaltsort der Männer äusserte er sich nicht.

Amnesty International kennt die meisten der Gefangenen. In Gesprächen vor ihrer Entführung hatten sie gegenüber Amnesty International angegeben, in den ersten Tagen ihrer Haft gefoltert und in anderer Weise misshandelt worden zu sein.

Bei den Häftlingen handelt es sich um El Khadim Ould Semane, Sidi Ould Sidna, Mohamed Ould Chabarnou, Maarouf Ould Haiba, Mohamed Abdellahi Ould Ahmednah Ould Mohamed Salem, Mohamed Ould Abdou, Abderrahmane Ould Areda, Mohamed Ould Chbih, Amar Ould Mohamed Saleh, Taghi Ould Youssouf, Salem Ould Hemmod, Tiyeb Ould Saleck, Mohamed Mahmoud Ould Sebty dit Dahoud Sebty und Mohamed Khaled.


Forderungen der abgeschlossenen Aktion

 

Exzellenz

In der Nacht vom 23. Mai 2011 wurden 14 Häftlinge des Zentralgefängnisses in Nouakchott von Sicherheitskräften aus ihren Zellen geholt und an einen unbekannten Ort gebracht. Seitdem fehlt jede Spur von ihnen.

Bei einigen der Entführten handelte es sich um zum Tode verurteilte Gefangene, andere waren zu Haftstrafen zwischen fünf und 15 Jahren verurteilt worden. Ein Mitgefangener schilderte die Entführung folgendermassen: «Die Sicherheitskräfte kamen um 3 Uhr nachts. Ihre Gesichter waren verhüllt, und sie hatten eine Liste bei sich. Sie lasen nacheinander die Namen vor (...) und forderten die Gefangenen auf, mit ihnen zu kommen. Niemand wusste warum.»

Ohne weitere Erklärung wurden den Familienangehörigen der Männer im Juni 2011 deren persönliche Gegenstände ausgehändigt, darunter Kleidung, Decken und Bücher. Im November 2011 erklärte der Justizminister Mauretaniens gegenüber Amnesty International, die Gefangenen seien aus «Sicherheitsgründen» isoliert worden. Zum Aufenthaltsort der Männer äusserte er sich nicht.

Amnesty International kennt die meisten der Gefangenen. In Gesprächen vor ihrer Entführung hatten sie gegenüber Amnesty International angegeben, in den ersten Tagen ihrer Haft gefoltert und in anderer Weise misshandelt worden zu sein.

Bei den Häftlingen handelt es sich um El Khadim Ould Semane, Sidi Ould Sidna, Mohamed Ould Chabarnou, Maarouf Ould Haiba, Mohamed Abdellahi Ould Ahmednah Ould Mohamed Salem, Mohamed Ould Abdou, Abderrahmane Ould Areda, Mohamed Ould Chbih, Amar Ould Mohamed Saleh, Taghi Ould Youssouf, Salem Ould Hemmod, Tiyeb Ould Saleck, Mohamed Mahmoud Ould Sebty dit Dahoud Sebty und Mohamed Khaled.

Ich fordere Sie auf, den Aufenthaltsort der 14 Gefangenen offenzulegen. Zudem bitte ich sie darum sicherzustellen, dass die Gefangenen umgehend Kontakt zu ihren Familien und Rechtsbeiständen sowie die erforderliche medizinische Versorgung erhalten.

Hochachtungsvoll,

Dieser Brief ist Teil der Briefe gegen das Vergessen von Mai 2012 | Zurück zur Übersicht Mai 2012 | Word-Version herunterladen | E-Mail Alert für «Briefe» abonnieren