Ibrahim Manzo Diallo Zeitungsherausgeber im Niger freigelassen

27. März 2008
Dank der Intervention von Amnesty International wurde der Zeitungsherausgeber Ibrahim Manzo Diallo aus Niger am 6. Februar 2008 vom Berufungsgericht in der Stadt Zinder vorläufig freigelassen. Er war ohne ein Gerichtsverfahren wegen angeblicher Verbindung zu Tuareg-Rebellen über vier Monate lang inhaftiert gewesen.

Ibrahim Manzo Diallo © François Bergeron Ibrahim Manzo Diallo © François Bergeron

«Ich danke den Menschen von Amnesty International aus tiefstem Herzen dafür, dass sie sich während meiner Inhaftierung für mich eingesetzt haben», sagt Ibrahim Manzo Diallo. «Dass ich freigelassen wurde, verdanke ich Eurer internationalen Mobilisierung. Auch meine Familie dankt Euch allen.»

Ibrahim Manzo Diallo war am 9. Oktober 2007 am Flughafen der nigrischen Hauptstadt Niamey festgenommen worden und in Militärgewahrsam in die Region Agadez im Nord-Niger gebracht worden, wo man ihn drei Wochen lang ohne rechtliche Grundlage festhielt.

Nach der Anklageerhebung wurde er ins Gefängnis von Agadez gebracht. Am 31. Oktober 2007 wurde er wegen «krimineller Vereinigung» (association de malfaiteurs) angeklagt, weil man ihm Verbindungen zur bewaffneten Oppositionsgruppe «Mouvement des Nigériens pour la justice» (MNJ) zur Last legte.

Amnesty International betrachtete ihn jedoch als gewaltlosen politischen Gefangenen, der allein aufgrund seiner friedlichen und legitimen Arbeit als Journalist in Haft genommen wurde.

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