Die Entführung von über 240 Mädchen hat in Nigeria und weltweit Proteste ausgelöst. © PIUS UTOMI EKPEI/AFP/Getty Images
Die Entführung von über 240 Mädchen hat in Nigeria und weltweit Proteste ausgelöst. © PIUS UTOMI EKPEI/AFP/Getty Images

Mädchenentführung Nigerianische Sicherheitskräfte haben Warnungen in den Wind geschlagen

9. Mai 2014
Erdrückende Zeugenaussagen, die Amnesty International gesammelt hat, zeigen auf: Die nigerianischen Sicherheitskräfte haben mehrfache Vorwarnungen über den geplanten Angriff von Boko Haram auf das Mädcheninternat in der Stadt Chibok am 14. April einfach ignoriert!

Sorgfältig geprüfte Aussagen von Zeuginnen und Zeugen beweisen es: Trotz Warnungen, die mehr als 4 Stunden vor der Entführung von über 240 Mädchen in nicht weit entfernten Militärposten eintrafen, wurde keine Verstärkung nach Chibok geschickt.

Zur Medienmitteilung in Englisch.

Die Entführung von mehr als 240 Mädchen muss als Kriegsverbrechen betrachtet werden. Über den Aufenthaltsort der Verschleppten ist noch immer nichts bekannt. Amnesty International fordert die nigerianischen Behörden dringend auf, alle legalen Mittel einzusetzen, um die Mädchen zu retten und die Zivilbevölkerung in Nigeria zu schützen.

Eine Auswahl der Recherchen von Amnesty International zu Boko Haram:

Bericht von November 2012: Zivilbevölkerung ist Hauptleidtragende im Teufelskreis der Gewalt

Bericht von Oktober 2013 (auf Englisch): Nigeria: 'Keep away from schools or we’ll kill you’: Right to education under attack in Nigeria

Bericht von März 2014 (auf Englisch): Nigeria: War crimes and crimes against humanity as violence escalates in north-east