Somalia Rekrutierung von Kindersoldaten als Kriegsverbrechen

20. Juli 2011
In einem neuen Bericht beleuchtet Amnesty International die von bewaffneten islamistischen Gruppierungen insbesondere an Kindern begangenen Kriegsverbrechen, darunter die systematische Rekrutierung von Kindersoldaten.

Insbesondere die 15 islamistischen bewaffneten Gruppierungen Somalias, darunter die berüchtigte Shabab-Miliz, greifen systematisch auf die Rekrutierung von Kindersoldaten zurück. Die Methoden werden dabei immer brutaler, die Strafen für  «unislamisches Verhalten» wie das Hören von Musik immer drakonischer.  Der neue Amnesty-Bericht «In the line of fire: Somalia’s children under attack» enthält zum Terrorregime der Shabab erschreckende Zeugenaussagen von Flüchtlingen in Djibouti, die Amnesty in den letzten Monaten zusammen getragen hat.

Humanitäre Krise UND Menschenrechtskrise

Der endlose Krieg in Somalia hat nicht nur zu einer humanitären Krise, sondern auch zu einer Menschenrechtskrise geführt: Die Zivilbevölkerung und dabei insbesondere die Kinder leiden unter zahlreichen Angriffen auf dicht bewohnte Gebiete, der Verweigerung des Zugangs für Hilfsorganisationen durch die Shabab-Miliz und den weitgehenden Zusammenbruch jeder schulischen Ausbildung. Diese wird Mädchen von der Shabab zum Teil gänzlich verwehrt oder für die Rekrutierung von Kindersoldaten missbraucht.

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