Sudanesische Flüchtlingsfrau bei der Arbeit im Gemeinschaftsgarten © UNHCR N.Behring
Sudanesische Flüchtlingsfrau bei der Arbeit im Gemeinschaftsgarten © UNHCR N.Behring

Menschenrechtslage im Sudan

Kein Schutz für die Zivilbevölkerung im Darfur-Konflikt Der Darfur-Konflikt hält auch 2006 noch immer an. Seit Beginn 2004 wüten berittene Janjaweed-Milizen in der Darfur-Region im Westen des Landes,
Kein Schutz für die Zivilbevölkerung im Darfur-Konflikt

Der Darfur-Konflikt hält auch 2006 noch immer an. Seit Beginn 2004 wüten berittene Janjaweed-Milizen in der Darfur-Region im Westen des Landes, plündern, vergewaltigen und hinterlassen Spuren der Zerstörung. Am meisten leidet die Zivilbevölkerung, weil die Regierung nichts für ihren Schutz unternimmt und sogar mit den Janjaweed-Milizen zusammenarbeitet. Viele hunderttausend Flüchtlinge im Land selbst oder im benachbarten Tschad warten auf ihre Rückkehr – ihre Rechte sind nicht gewährleistet.

Gewalt gegen Frauen im Konflikt

Am stärksten vom Konflikt betroffen sind die Frauen. Frauen werden öffentlich vergewaltigt, geschlagen, gefoltert, schwanger ihrem Schicksal überlassen und getötet. Zahlreiche Berichte zeugen von Massenvergewaltigungen. Die Täter dieser Kriegsverbrechen müssen in den meisten Fällen nicht mit Konsequenzen rechnen.

Amnesty fordert  von der sudanesischen Regierung unter anderem, intern Vertriebene und Flüchtlinge besser zu schützen sowie die Täter zur Verantwortung zu ziehen. Ausserdem soll sie alles in ihrer Macht stehende tun, um den Konflikt in Darfur zu beenden.


Mehr zum Sudan auf www.amnesty.org

4. Juli 2006
Diese Informationen basieren auf dem Jahresbericht von Amnesty International