Sudan, Südsudan Ernüchterung ein Jahr nach der Unabhängigkeit

9. Juli 2012
Am 9. Juli 2011 hat der Südsudan seine Unabhängigkeit gefeiert. Die Begeisterung ist grosser Ernüchterung gewichen, Ernüchterung über eine menschenrechtliche Krise. Betroffen sind insbesondere die Flüchtlinge vor den Kämpfen im "neuen" Süden des "alten" Sudan.

Schlechte Regierungsführung und fehlender politischer Wille in Khartum und Juba sind dafür verantwortlich, dass kritische Punkte im Verhältnis von Sudan und Südsudan ungelöst blieben - der Grenzverlauf, die Aufteilung der Öleinnahmen, die Zukunft der Region Abyei und bürgerrechtliche Fragen.  Dies hat(te) Kämpfe zwischen den Armeen der beiden Staaten zur Folge, was zu neuerlichen Massenvertreibungen geführt hat.

Das sudanesische Regime Al Bashir hat zudem einen neuen Krieg gegen Minderheiten in den Nuba-Bergen und anderen Regionen an der neuen Südgrenze entfacht und geht rigoros gegen KritikerInnen vor. Der Südsudan wiederum wird von Stammeskämpfen erschüttert. So steigt die Zahl der Vertriebenen immer mehr.

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