Sudanesische Männer zeigen Patronenhülsen bei Protesten vor dem Armeehauptquartier in der Hauptstadt Khartum am 14. Mai 2019. © AFP/Getty Images
Sudanesische Männer zeigen Patronenhülsen bei Protesten vor dem Armeehauptquartier in der Hauptstadt Khartum am 14. Mai 2019. © AFP/Getty Images

Sudan Angriffe auf Protestierende

02. Juli 2019
Die paramilitärische Einheit Rapid Support Forces greift im Sudan friedliche DemonstrantInnen an. Es gibt glaubhafte Berichte über Verletzte und Tote. Seit Anfang Juni ist der Zugang zum Internet eingeschränkt.

Die Menschen im Sudan riskieren ihr Leben und Sicherheit, um für ein besseres Land einzutreten. DemonstrantInnen sind mutig auf die Strasse gegangen und kämpfen für Freiheit, Friede und Gerechtigkeit. Im April dieses Jahres zwang die Armee nach den massiven Protesten den Präsidenten Omar al-Bashir zum Rücktritt, er wurde festgenommen.

Aber die Menschen im Sudan hatten nur wenig Zeit zu feiern. Die gleichen Paramilitärs, die schon in Darfur für gravierende Menschenrechtsverletzungen verantwortlich waren, stehen nun an vorderster Front den DemonstrantInnen gegenüber, die sich für eine zivile Regierung einsetzen.

Seit Anfang Juni gab es verschiedene Berichte, dass die Paramilitärs der Rapid Support Forces (RSF) scharfe Munition verwenden. Leichen wurden in den Nil geworfen. Internet und die sozialen Medien wurden blockiert.

Die Afrikanische Union hat die Mitgliedschaft des Sudans suspendiert. Der Premierminister von Äthiopien traf sich mit dem militärischen Übergangsrat, um zu vermitteln.