Südafrika: Briefaktion für Frauen und Mädchen im Bezirk Mkhondo Überdurchschnittlich hohe Sterberate bei Schwangeren und jungen Müttern

Im Bezirk Mkhondo im Osten Südafrikas sterben Schwangere und junge Mütter allein deshalb, weil sie keine ausreichende medizinische Versorgung erhalten. Die Müttersterblichkeitsrate ist extrem hoch, ...

Mkhondo Mkhondo (gelb) in der Provinz Mpumalanga (rot) © AI

Im Bezirk Mkhondo im Osten Südafrikas sterben Schwangere und junge Mütter allein deshalb, weil sie keine ausreichende medizinische Versorgung erhalten. Die Müttersterblichkeitsrate ist extrem hoch, weil die Gemeinde Mkhondo zu den medizinisch am schlechtesten versorgten Gebieten Südafrikas zählt.

Um die Gefahr zu reduzieren, während der Schwangerschaft oder bei der Geburt eines Kindes zu sterben, sollten Frauen und Mädchen ab dem frühesten Stadium der Schwangerschaft medizinisch versorgt werden. Viele Frauen und Mädchen haben jedoch Angst, die örtlichen Kliniken aufzusuchen, weil sie fürchten, dass ihre Privatsphäre nicht gewahrt und die ärztliche Schweigepflicht nicht eingehalten wird. Einige Frauen kommen auch deshalb nicht in die Kliniken, weil es keine ausreichenden öffentlichen Verkehrsmittel gibt oder diese zu teuer sind.

Die Situation wird dadurch verschlimmert, dass vielen Frauen und Mädchen das Wissen über Gesundheitsfragen, Schwangerenvorsorge und Verhütung fehlt. Manchen Frauen fällt es ausserdem schwer, mit ihren Partnern über die Nutzung von Kondomen zu sprechen. So kommt es häufig zu ungewollten Schwangerschaften und erhöhter Gefahr, sich mit dem HI-Virus zu infizieren.

Zudem herrscht ein Mangel an gut ausgebildetem medizinischem Personal, was lange Wartezeiten und die Betreuung durch gestresste und überarbeitete Schwestern und MedizinerInnen bedeutet. Da es in der Region nicht einmal genügend Krankenwagen gibt, können auch Notfälle nicht rechtzeitig versorgt werden.


Briefvorschlag und Forderungen


Sehr geehrter Herr Gordhan

Im Bezirk Mkhondo sterben Schwangere und junge Mütter allein deshalb, weil sie keine ausreichende medizinische Versorgung erhalten. Die Müttersterblichkeitsrate ist extrem hoch.

Viele Frauen und Mädchen haben Angst, die örtlichen Kliniken für eine empfohlene medizinische Versorgung ab dem frühesten Stadium der Schwangerschaft aufzusuchen, weil sie fürchten, dass ihre Privatsphäre nicht gewahrt und die ärztliche Schweigepflicht nicht eingehalten wird.

Einige Frauen kommen auch deshalb nicht in die Kliniken, weil es keine ausreichenden öffentlichen Verkehrsmittel gibt oder diese zu teuer sind.

Die Situation wird dadurch verschlimmert, dass vielen Frauen und Mädchen das Wissen über Gesundheitsfragen, Schwangerenvorsorge und Verhütung fehlt. Häufig kommt es zu ungewollten Schwangerschaften und erhöhter Gefahr, sich mit dem HI-Virus zu infizieren.

Zudem herrscht ein Mangel an gut ausgebildetem medizinischem Personal, was lange Wartezeiten und die Betreuung durch gestresste und überarbeitete Schwestern und MedizinerInnen bedeutet. Da es in der Region nicht einmal genügend Krankenwagen gibt, können auch Notfälle nicht rechtzeitig versorgt werden.

Ich bin sehr besorgt über diese Situation und bitte Sie höflich, der medizinischen Versorgung von Frauen und Mädchen Priorität einzuräumen.

Dazu gehören Aufklärungs- und Schulungsprogramme sowohl für die Frauen selbst als auch für das medizinische Personal. Nicht zuletzt müssen auch finanzielle Ressourcen für das Gesundheitssystem in Mkhondo zur Verfügung gestellt werden.

Hochachtungsvoll


Höflich formulierter Brief an:

Pravin Gordhan
Chair of the Inter-Ministerial Task Team on Service Delivery in South Africa
Private Bag X802
Pretoria, 0001
SÜDAFRIKA

Fax: 00 27 - 12 326 4478
E-Mail: minreg@treasure.gov.za

 

Kopie an:

Botschaft der Republik Südafrika
Alpenstrasse 29
Postfach
3000 Bern 6

Fax:
031 351 39 45
031 351 39 44
031 368 17 50

E-Mail:
bern.admin@dirco.gov.za
marketing@southafrica.ch

Dieser Brief ist Teil der Briefe gegen das Vergessen vom November 2014 | Word-Version herunterladen | E-Mail Alerts für «Briefe» abonnieren