Am 11. August 2017 demonstrierten Tausende auf der Plaza de Mayo in Buenos Aires gegen das Verschwinden von Santiago Maldonado. © Prensa Obrera / Wikicommons
Am 11. August 2017 demonstrierten Tausende auf der Plaza de Mayo in Buenos Aires gegen das Verschwinden von Santiago Maldonado. © Prensa Obrera / Wikicommons

Argentinien Gerechtigkeit für Santiago Maldonado

23. Oktober 2017
Der argentinische Aktivist und Künstler Santiago Maldonado wurde tot aufgefunden. Er war nach einer Demonstration der Mapuche-Gemeinschaft festgenommen worden und galt seither als verschwunden.

Am 20. Oktober wurde bekannt, dass der leblose Körper, der in einem Fluss aufgefunden wurde, jener des verschwundenen Aktivisten Santiago Maldonado ist. Maldonado hatte am 1. August an einer Protestkundgebung einer Mapuche-Gemeinschaft teilgenommen, die von bewaffneten Sicherheitskräften zerschlagen wurde. Der Aktivist galt seither als verschwunden.

Die argentinische Sektion von Amnesty International steht in engem Kontakt mit der Familie von Santiago Maldonado. «In diesen tragischen Momenten stehen wir Hand in Hand mit Santiagos Angehörigen und wir werden nicht ruhen bis der Mord an Santiago aufgeklärt ist und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen sind», sagt Mariela Belski, Direktorin von Amnesty Argentinien.

«Die Behörden müssen sicherstellen, dass das Verschwinden und den Mord an Santiago vollumfänglich und unabhängig untersucht werden. Wir wollen wissen, wer die Verantwortung für dieses Verbrechen trägt, wer es angeordnet hat, wer davon Kenntnis hatte und wer es versäumt hatte, zu handeln.»  

Hintergrundinformationen in der Urgent Action vom 9. August 2017