Schweizer Fernsehen über Amnesty in Brasilien Maria ist nicht mehr obdachlos

Bis vor drei Jahren gehörte Maria Desteira de Souza Silva zu den 15'000 Obdachlosen der brasilianischen Stadt São Paulo. Jetzt lebt sie mit weiteren 200 Familien als Hausbesetzerin in einem grossen leerstehenden Wohnblock, illegal und ständig von der Ausweisung bedroht. Aber wo sonst sollte sie wohnen? Eine SF-Sendung zeigt, wie Amnesty International sich gegen die Obdachlosigkeit in Brasilien engagiert.

Die Sendung «Mitenand» erzählt die Geschichte von Maria Desteira de Souza Silva (http://www.sendungen.sf.tv/mitenand/Sendungen/mitenand). Wie viele Menschen, die auf der Strasse leben, ist sie im «Movimento Sem-Teto do Centro» (MSTC) organisiert.

Die Obdachlosenbewegung organisiert friedliche Hausbesetzungen. In der Millionenstadt São Paulo stehen Hunderttausende von Wohnungen und Gebäude leer. Die Organisation setzt sich dafür ein, dass die Behörden ihre Versprechen wahr machen und mehr soziale Wohnungen zur Verfügung stellen.

2002 besetzte die MSTC in São Paulo das Hochhaus Prestes Maia. Im Frühling 2006 wurde von den Behörden die Räumung angeordnet. Um die 468 betroffenen Familien zu schützen, startete Amnesty International eine Urgent Action.

Im September 2009 besuchte Ivaneti de Araújo die Schweiz. Sie ist MSTC-Koordinatorin und lebte früher selbst mit zwei kleinen Töchtern auf der Strasse. Mehr über das Leben von Ivaneti de Araújo und über den Kampf für ein Dach über dem Kopf erfahren Sie hier.

Die Sendung wurde am Sonntag, 17. Oktober, um 19.20 Uhr auf SF 1 ausgestrahlt.

14. Oktober 2010