Frau beim stillen Protest gegen eine Goldmine auf dem Land der indigenen Gemeinschaft.  © James Rodriguez / mimundo.org
Frau beim stillen Protest gegen eine Goldmine auf dem Land der indigenen Gemeinschaft. © James Rodriguez / mimundo.org

Bergbau in Guatemala Rechte der ansässigen Gemeinschaften nicht respektiert

19. September 2014
In Guatemala sind Bergbauprojekte mehrheitlich in Gegenden angesiedelt, wo seit Jahrzehnten indigene Gemeinschaften leben und Subsistenzlandwirtschaft betreiben. Diese Situation hat im Laufe der letzten zehn Jahre zunehmend Spannungen verursacht, da die Bergbauaktivitäten die Lebensgrundlage der angestammten Bevölkerung bedrohen. Seit Juli 2014 debattiert das Parlament eine Reform des Bergbaugesetzes. Amnesty International fordert, dass die betroffenen Gemeinschaften zu bevorstehenden Bergbauprojekten auf ihrem eigenen Land konsultiert werden.

Im Bericht Mining in Guatemala: Rights at Risk begrüsst Amnesty International die Absicht der Regierung, das veraltete Bergbaugesetz von 1997 zu reformieren. Das Reformpaket weist jedoch beträchtliche Lücken auf, insbesondere was den Schutz der betroffenen Gemeinschaften und deren Recht auf Konsultation über ein Bergbauprojekt auf ihrem Land angeht. Amnesty konstatiert diesbezüglich sogar einen Rückschritt, da die Zeitspanne, in welcher die Gemeinschaften sich einbringen können, gemäss dem Reformpaket auf zehn Tage reduziert werden soll.

Amnesty International fordert die guatemaltekische Regierung dazu auf, Gemeinschaften frühzeitig über einen Bergbauantrag auf ihrem Land zu informieren und vor dem Erteilen von Abbaulizenzen freie Konsultationen durchzuführen. Des Weiteren muss die Regierung für wirkungsvollen Schutz von in diesem Umfeld tätigen MenschenrechtsverteidigerInnen sorgen.

Zur Online Briefaktion an den guatemaltekischen Präsidenten (Englisch)

Zur internationalen Medienmitteilung (Englisch).

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