Demonstration in New York mit der Forderung, endlich Gerechtigkeit für Berta Cáceres herzustellen. © Amnesty International
Demonstration in New York mit der Forderung, endlich Gerechtigkeit für Berta Cáceres herzustellen. © Amnesty International

Honduras Keine Gerechtigkeit für Berta Cáceres

2. März 2017
Das Verschleppen der Untersuchungen zur Ermordung von Berta Cáceres ist eine Warnung an Aktivistinnen und Aktivisten.

Dass nach den brutalen Mördern an der honduranischen Umweltaktivistin Berta Cáceres nicht wirksam ermittelt wird, sendet eine bedrohliche Botschaft an die hunderten von Menschen, die es wagen, sich gegen die Mächtigen auszusprechen, hielt Amnesty International am 2. März 2017, dem ersten Jahrestag der Ermordung von Berta Cáceres, fest.

«Bertas tragische Ermordung macht den desolaten Zustand der Menschenrechte in Honduras deutlich. Die Botschaft ist klar: Wenn dein Einsatz für die Menschenrechte die Mächtigen stört, stirbst du», sagte Erika Guevara-Rosas, Amerika-Direktorin von Amnesty International.

«Die skandalös mangelhafte Untersuchung des Mordes an Berta hat bisher nichts dazu ergeben, wer ihn in Auftrag gab. Dies und das Fehlen wirksamer Mechanismen, um Zeugen und andere Menschenrechtsverteidigerinnen und -verteidiger zu schützen, zeigen das Desinteresse der honduranischen Behörden an der Gewährleistung von Gerechtigkeit. Mit jedem Tag der vergeht, ohne dass für Gerechtigkeit gesorgt wurde, wächst für honduranische Umweltaktivistinnen und -aktivisten die Gefahr, dass ihr Leben ein tragisches Ende nimmt. Das Versagen, sie zu schützen, ist zugleich das Versagen, die natürlichen Ressourcen zu schützen, die für das Überleben aller notwendig sind.»

Berta Cáceres, Leiterin und Mitgründerin der Indigenenorganisation Consejo Cívico de Organizaciones Populares e Indígenas de Honduras (COPINH), wurde am 2. März 2016 in ihrem Haus in der Stadt La Esperanza im Departamento Intibucá im Westen Honduras erschossen. Sie hatte jahrelang entschieden gegen den Bau des Staudamms Agua Zarca gekämpft, weil dieser eine Bedrohung für die indigene Gemeinschaft der Lenca darstellt.

 Seit ihrer brutalen Ermordung sind auch andere honduranische Umwelt- und Menschenrechtsaktivistinnen und -aktivisten, darunter COPINH-Mitglieder, schikaniert und bedroht worden.

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