Jani Silva © Nubia Acosta
Jani Silva © Nubia Acosta

Kolumbien: Briefaktion für Jani Silva Kleinbäuerin und Umweltschützerin nach wie vor in grosser Gefahr

Briefe gegen das Vergessen Juni 2021
Die Kleinbäuerin und Umweltschützerin Jani Silva musste nach Morddrohungen aus Putumayo in eine anderes Gebiet fliehen. Mitglieder der von ihr mitbegründeten Organisation ADISPAD werden stigmatisiert und bedroht. Die kolumbianischen Behörden haben bislang nichts dagegen unternommen. Jani Silva ist in grosser Gefahr.

Jani Silva ist eine Kleinbäuerin, die ihr Leben dem Schutz des kolumbianischen Amazonasgebiets gewidmet hat. Sie war 2008 Mitbegründerin der Organisation ADISPA (Asociación de Desarrollo Integral Sostenible de La Perla Amazónica). Ziel der Organisation ist es, die Umwelt und die Rechte der mehr als 1’200 Kleinbäuer*innen zu schützen, die im Reservat «La Perla Amazónica» in Putumayo leben. Aufgrund ihrer Arbeit gab es in den vergangenen 14 Monaten bereits sieben bedrohliche Vorfälle im direkten Umfeld von Jani Silva, darunter auch Morddrohungen gegen sie.

Die bewaffnete Gruppe «Comandos de la Frontera» hat in den vergangenen Monaten gedroht, alle verfügbaren Mittel einzusetzen, um das Bestehen von «La Perla Amazónica» als Reservat zu beenden.

Im Rahmen des Amnesty-Briefmarathons 2020 wurden weltweit 415’363 Briefe verschickt, in denen Unterstützer*innen ihre Solidarität mit Jani Silva zum Ausdruck brachten und den kolumbianischen Präsidenten aufforderten, für ihren Schutz zu sorgen. Die kolumbianischen Behörden haben darauf jedoch bislang nicht reagiert. Jani Silva ist nach wie vor in grosser Gefahr.

Am 4. Dezember 2020, gegen 6 Uhr morgens, verteilte die bewaffnete Gruppe «Comandos de la Frontera» (Grenzkommandos) eine Broschüre, in der Mitglieder der ADISPA stigmatisiert werden. Jani Silva musste nach Morddrohungen aus Putumayo in eine anderes Gebiet fliehen. Am 7. März 2021 brachten Unbekannte in der Nähe des Reservats «La Perla Amazónica» Plakate an, auf denen die Anwesenheit bewaffneter Gruppen in der Region angekündigt wurde.

Aufgeben ist keine Option!
Nach dem «Briefmarathon» im Dezember 2020 setzen wir uns mit dieser Briefaktion erneut für Jani Silva und die Mitglieder der Organisation ADISPA ein. Bitte schreiben Sie einen höflich formulierten Brief in gutem Spanisch, Englisch oder auf Deutsch an den kolumbianischen Präsidenten:

BRIEFVORSCHLAG und Forderungen auf Deutsch
(Briefvorschlag in Englisch siehe ganz unten)

Sehr geehrter Herr Präsident

Am frühen Morgen des 4. Dezember 2020 verteilte die bewaffnete Gruppe «Comandos de la Frontera» eine Broschüre, in der Mitglieder der Organisation ADISPA (Asociación de Desarrollo Integral Sostenible de La Perla Amazónica) stigmatisiert werden.
Jani Silva, die sich seit Jahrzehnten für die Kleinbäuer*innen von Putumayo einsetzt, musste nach Morddrohungen aus Putumayo in eine anderes Gebiet fliehen.
Am 7. März 2021 brachten Unbekannte in der Nähe des Reservats «La Perla Amazónica» Plakate an, auf denen die Anwesenheit bewaffneter Gruppen in der Region angekündigt wurde.

Jani Silva und die Kleinbäuer*innen müssen geschützt werden, denn sie verteidigen die natürlichen Ressourcen, von denen das Überleben der Welt abhängt.

Ich fordere Sie auf, in Absprache mit den Mitgliedern der Organisation ADISPA Schutzmassnahmen für Jani Silva und für alle Mitglieder der von ihr mitbegründeten Organisation ADISPA zu ergreifen.

Hochachtungsvoll,
 

HÖFLICH FORMULIERTEN BRIEF AN den Präsidenten von Kolumbien:

Iván Duque, presidente de Colombia
Palacio de Nariño
Carrera 8 No.7-26
Bogotá
COLOMBIA

E-Mail: contacto@presidencia.gov.co
Twitter: @IvanDuque

- Anrede: Dear Mr. President / Sehr geehrter Herr Präsident
- Porto: CHF 2.- (PRIORITY)

KOPIE AN

Botschaft der Republik Kolumbien
Zieglerstrasse 29
3007 Bern

Fax: 031 350 14 09
E-Mail: esuiza@cancilleria.gov.co

 

Einen druckfertigen Modellbrief auf Deutsch finden Sie auf Seite 3
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Model letter in english:

Dear Mr. President,

Jani Silva is a brave campesina who has dedicated her life to defending the Amazonian environment. In 2008, Jani co-founded the Association for the Comprehensive and Sustainable Development of the Perla Amazónica (ADISPA).

Because of her work, in the last 14 months, she has experienced at least 7 security incidents including an ongoing threat to kill her. The armed structure "Comandos de la Frontera" circulated a stigmatizing pamphlet against ADISPA members. Jani had to flee from Putumayo to another region after receiving a death threat. Even though letters were sent to the President of Colombia calling for her protection, the Colombian authorities had not taken any action. Jani is at grave risk.

I urge you to ensure integral protection for Jani and the members of ADISPA ensuring they can keep protecting our environment.

Yours sincerely,


 

 

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