Yecenia Armenta Graciano © Fernando Brito
Yecenia Armenta Graciano © Fernando Brito

Mexiko: Briefaktion für Yecenia Armenta Seit 2012 im Gefängnis aufgrund von erzwungenem «Geständnis»

Briefe gegen das Vergessen Februar 2016
Yecenia Armenta wurde von der mexikanischen Polizei gefoltert und vergewaltigt. Sie sitzt seit 2012 im Gefängnis, aber die Täter wurden bis heute nicht verfolgt.

«Die Polizisten drohten, meine beiden Kinder zu vergewaltigen und in Stücke zu schneiden. Nachdem sie mich stundenlang gefoltert und vergewaltigt hatten, unterzeichnete ich ein Geständnis – mit verbundenen Augen. Ich konnte nicht einmal lesen, was ich unterschrieb.»

Yecenia Armenta wurde im Juli 2012 in Culiacán von Zivilpolizisten angehalten, als sie Verwandte zum Flughafen fuhr. Man brachte sie auf eine Polizeiwache, wo sie 15 Stunden lang gefoltert und vergewaltigt wurde. Sie sollte mit allen Mitteln gezwungen werden, einen Mord zu gestehen, den sie eigenen Angaben zufolge nie begangen hat. Nach der Folter wurde sie von medizinischem Personal untersucht, das zu derselben Polizeiabteilung gehörte wie ihre Peiniger. Ihre Verletzungen wurden nicht dokumentiert. Später untersuchten unabhängige medizinische Experten Yecenia Armenta zweimal gemäss internationalen Standards und bestätigten, dass sie gefoltert wurde. Sie sitzt seit 2012 im Gefängnis. Als einziger Beweis für ihre Schuld gilt das unter Folter erpresste «Geständnis».

BRIEFVORSCHLAG UND FORDERUNGEN

Sehr geehrter Herr Generalstaatsanwalt

Yecenia Armenta sitzt seit 2012 im Gefängnis. Als einziger Beweis für ihre Schuld gilt ein unter Folter erpresstes «Geständnis».

Yecenia Armenta wurde im Juli 2012 von der mexikanischen Polizei 15 Stunden lang gefoltert und vergewaltigt. Die Täter wurden bis heute nicht verfolgt. «Die Polizisten drohten, meine beiden Kinder zu vergewaltigen und in Stücke zu schneiden. Nachdem sie mich stundenlang gefoltert und vergewaltigt hatten, unterzeichnete ich ein Geständnis – mit verbundenen Augen. Ich konnte nicht einmal lesen, was ich unterschrieb.»
Sie sollte gezwungen werden, einen Mord zu gestehen, den sie eigenen Angaben zufolge nie begangen hat. Nach der Folter wurde sie von medizinischem Personal untersucht, das zu derselben Abteilung gehörte wie ihre Peiniger. Ihre Verletzungen wurden nicht dokumentiert.
Später untersuchten unabhängige medizinische Experten Yecenia Armenta zweimal gemäss internationalen Standards und bestätigten, dass sie gefoltert wurde.

Ich bin in grosser Sorge über diese Situation und bitte Sie, Yecenia Armenta umgehend freizulassen und die gegen sie erhobene Anklage fallen zu lassen.
Die von ihr erhobenen Foltervorwürfe müssen umgehend, gründlich und unabhängig untersucht und diejenigen vor Gericht gestellt werden, die für die Folter verantwortlich sind.

Hochachtungsvoll

Höflich formulierten Briefe an

Marco Antonio Higuera Gómez
Procurador General de Justicia
del Estado de Sinaloa
Blvd. Enrique Sánchez Alonso No. 1833
Desarrollo Plan Tres Ríos, C.P. 80030
Culiacán, Sinaloa
MEXIKO

Kopie an

Botschaft der Vereinigten Mexikanischen Staaten
Weltpoststrasse 20
3015 Bern

Fax: 031 357 47 48 (und nicht ... 49)
E-Mail: informacionsui@sre.gob.mx

 

Einen druckfertigen Modellbrief auf Deutsch finden Sie auf Seite 5 in diesem Word-Dokument.