Sergio Sánchez verbrachte nach einer willkürlichen Festnahme sieben Jahre im Gefängnis. © Amnesty International
Sergio Sánchez verbrachte nach einer willkürlichen Festnahme sieben Jahre im Gefängnis. © Amnesty International

Good News Mexiko Gericht ordnet Freilassung von Sergio Sánchez an

6. Februar 2018
Am 1. Februar 2018 entschied ein Gericht in Mexiko zugunsten von Sergio Sánchez Arellano, der 2010 will-kürlich verhaftet worden war. Seine angeordnete Freilassung nach über sieben Jahren im Gefängnis bedeutet ein Sieg für die Gerechtigkeit und für die Menschenrechte.

Sergio Sánchez Arellano, ein Süssigkeitenhändler aus der Stadt Nezahualcóyotl im Bundesstaat Mexiko, wurde im März 2010 von Polizeieinheiten in Zivil wegen angeblicher Beteiligung an einem Mord und versuchten Raubüberfalls willkürlich festgenommen. Ein Gericht verurteilte ihn damals zu 27 Jahren Haft wegen Mordes. Amnesty International studierte die Gerichtsakten des Falles und fand ernsthafte Unstimmigkeiten bei den polizeilichen Ermittlungen, der Strafverfolgung und der Verurteilung. Am 1. Februar 2018 wurde Sergios Entlassung aus dem Gefängnis angeordnet.

Die Menschenrechtsorganisation dokumentierte die willkürliche Verhaftung von Sergio Sánchez Arellano im Bericht Mexiko: Willkürliche Verhaftungen sind ein Schandfleck für das neue Justizsystem — Amnesty International Schweiz «False suspicions: Arbitrary detentions by police in Mexico» vom Juli 2017 ausführlich.

Stellungnahme von Amnesty International zur Freilassung von Sergio Sánchez Arellano (1. Februar 2018, Englisch)