Einhundert «Freiheitsstatuen» versammelten sich im April 2017 vor der US-Botschaft in London. © Marie-Anne Ventoura/Amnesty UK
Einhundert «Freiheitsstatuen» versammelten sich im April 2017 vor der US-Botschaft in London. © Marie-Anne Ventoura/Amnesty UK

Stellungnahme Ein Jahr Widerstand gegen die menschenrechtsfeindliche Politik Trumps

20. Januar 2018
Seit einem Jahr ist Donald Trump Präsident der USA. Die Direktorin der US-Sektion von Amnesty International, Margaret Huang, hat hierzu die folgende Stellungnahme veröffentlicht.

Während es im vergangenen Jahr einerseits eine ständige Herausforderung war, sich von der Politik der Trump-Regierung nicht entmutigen zu lassen, haben wir andererseits den Aufstieg einer kämpferischen und entschlossenen Bewegung gesehen, die sich  für die Menschenrechte stark machte – in den USA, aber auch in vielen anderen Teilen der Welt. Es begann mit der Menschenmenge, die schon am ersten Tag der neuen Präsidentschaft der Januarkälte trotzte und die Strassen füllte und so ging es das gesamte Jahr weiter. Wir schöpfen Kraft und Mut aus dem mitreissenden Widerstand, der die gesamte Welt erfasst hat.

Wir haben gemeinsam mit erfahrenen AktivistInnen für die Frauenrechte demonstriert, aber auch diejenigen willkommen geheissen, die noch nie aktiv protestiert hatten, sich aber jetzt gegen Trumps diskriminierendes Einreiseverbot für Menschen aus muslimischen Staaten wandten.

Wir haben vor dem Trump Tower Fussmatten mit der Aufschrift «Refugees Welcome» ausgelegt und vor der US-Botschaft in London in Kostümen trauender Freiheitsstatuen demonstriert.

MenschenrechtlerInnen haben weltweit deutlich gemacht, dass eine Politik, die Hass und Angst schürt, keinen Platz hat.

Von Sydney bis Madrid haben MenschenrechtlerInnen deutlich gemacht, dass eine Politik, die Hass und Angst schürt, keinen Platz in der Welt hat, die wir für uns und unsere Kinder gestalten wollen. Wir sind zwar erschüttert darüber, dass Präsident Trump keinen Schritt von seiner hasserfüllten Rhetorik und seiner gefährlichen Politik abweicht, aber wir treten ihm entschlossen und voller Energie entgegen und nehmen die Herausforderung an.

Was auch immer das nächste Jahr bringen wird, wir sind überzeugt, dass eine starke weltweite Gemeinschaft von AktivistInnen immer wieder aufstehen wird, wenn die Menschenrechte in Gefahr sind.