Amerika Menschenrechtsverteidiger leben in Gefahr

9. Dezember 2014
MenschenrechtsverteidigerInnen werden in Lateinamerika und der Karibik zunehmend eingeschüchtert, bedroht, attackiert oder gar getötet. Das zeigt Amnesty International im neuen Bericht «Defender Derechos Humanos en las Américas: Necesario, Legítimo y Peligroso» auf, für den zwischen September 2012 und November 2014 über 200 Fälle in 18 Ländern untersucht wurden. Zwischen Januar und September 2014 sind mindestens 40 MenschenrechtsverteidigerInnen ermordet worden.

Die Menschenrechtsverteidigerin Norma Cruz wird für ihre Arbeit zur Aufklärung schwerer Menschenrechtsverletzungen immer wieder bedroht. Menschenrechtsverteidigerin Norma Cruz, Guatemala, 2013. © Amnesty International

In fast jedem Land auf dem amerikanischen Kontinent werden MenschenrechtsverteidigerInnen systematisch bedroht, attackiert, oder wegen unbegründeter Vorwürfe angezeigt. Mit diesen Methoden sollen sie laut Nancy Tapias-Torrado, Researcherin für Amnesty International, daran gehindert werden, sich für die Rechte benachteiligter Menschen stark zu machen.

Speziell im Visier stehen Menschen, die sich gegen Landraub und für den Schutz von natürlichen Ressourcen einsetzen und jene, die sich für die Rechte von Frauen oder LGBTI stark machen.

Amnesty International sieht in erster Linie die Regierungen der betroffenen Länder in der Pflicht, MenschenrechtsverteidigerInnen wirkungsvoll zu schützen, Aggressionen in jedem Fall zu ahnden und sich auch öffentlich für deren Arbeit einzusetzen.

Lesen Sie die Internationale Medienmitteilung (auf Englisch)