Die Polizei in Hongkong ist unverhältnismässig hart gegen Demonstrierende vorgegangen. © Getty Images
Die Polizei in Hongkong ist unverhältnismässig hart gegen Demonstrierende vorgegangen. © Getty Images

China / Hongkong Hongkonger Proteste führen zu Verhaftungen in China

1. Oktober 2014
Während die Proteste in Hongkong für demokratische Wahlen weitergehen, hat die Polizei in auf dem chinesischen Festland mindestens 20 Personen festgenommen, die ihre Solidarität mit den Protestierenden ausgedrückt haben. Amnesty International fordert ihre sofortige Freilassung.

In Hongkong besetzen weiterhin Tausende von friedlichen DemonstrantInnen Teile der Innenstadt und fordern eine Reform des Wahlrechts. Nachdem die Polizei über das Wochenende mit einem unverhältnismässigen Einsatz von Tränengas und Pfefferspray reagierte, nimmt sie im Moment eine abwartende Haltung ein.

Demgegenüber sind in verschiedenen Städten auf dem chinesischen Festland mindestens 20 Personen festgenommen worden, die ihrer Solidarität mit den Hongkonger Protesten über das Internet und soziale Medien, durch  das Schneiden ihrer Haare oder durch eine geplante Reise nach Hongkong Ausdruck verliehen haben.

Amnesty International verurteilt die Verhaftungsaktionen und fordert die umgehende Freilassung der Inhaftierten. Das Hongkonger Büro von Amnesty hat eine Namensliste der Verhafteten zusammengestellt und verfolgt die weitere Entwicklung aufmerksam und mit Sorge.

Zur internationalen Medienmitteilung (mit Liste der Verhafteten; englisch)

«I have not seen anything like this in decades» Blogeintrag von Mabel Au, Direktorin von Amnesty Hong Kong, in englisch auf livewire.amnesty.org