China: Briefaktion für Ilham Tohti Uigurischer Wissenschaftler in unfairem Verfahren zu lebenslanger Haft verurteilt

Am 23. September 2014 wurde der uigurische Wirtschaftswissenschaftler und Schriftsteller Ilham Tohti in China wegen «Separatismus» zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Volksgericht in Urumqi, der ...

Ilham Tohti © Privat Ilham Tohti © Privat

Am 23. September 2014 wurde der uigurische Wirtschaftswissenschaftler und Schriftsteller Ilham Tohti in China wegen «Separatismus» zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Volksgericht in Urumqi, der Hauptstadt der Autonomen Uigurischen Region Xinjiang, sprach Tohti zudem lebenslänglich alle politischen Rechte ab und ordnete die Beschlagnahmung seines Besitzes an.

Ilham Tohti ist Professor für Wirtschaftswissenschaften und Gründer der Webseite «Uighur Online». Er kritisiert seit Jahren den Umgang der chinesischen Regierung mit der uigurischen Minderheit.

Ilham Tohti war am 15. Januar 2014 in Peking von Sicherheitskräften festgenommen und über fünf Monate lang ohne Kontakt zur Aussenwelt festgehalten worden. Ihm wurde zehn Tage lang Nahrung vorenthalten, mehr als 20 Tage lang musste er Fussfesseln tragen. Seinen Rechtsbeiständen wurde der umfassende Zugang zu Beweismitteln verwehrt, ausserdem durften sie ihn erst fünf Monate nach seiner Inhaftierung besuchen.

Am 21. November 2014 bestätigte das hohe Volksgericht von Xinjiang die lebenslange Haftstrafe gegen ihn, ohne dass seine Rechtsbeistände bei dem Verfahren anwesend waren. Am 12. Dezember wurde Ilham Tohti in das Gefängnis Nr. 1 der Region Xinjiang verlegt.


Briefvorschlag und Forderungen

Exzellenz

Am 23. September 2014 wurde der uigurische Professor für Wirtschaftswissenschaften und Gründer der Webseite «Uighur Online» Ilham Tohti wegen «Separatismus» zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Volksgericht in Urumqi sprach Tohti zudem lebenslänglich alle politischen Rechte ab und ordnete die Beschlagnahmung seines Besitzes an.

Ilham Tohti war am 15. Januar 2014 in Peking von Sicherheitskräften festgenommen und über fünf Monate lang ohne Kontakt zur Aussenwelt festgehalten worden. Ihm wurde zehn Tage lang Nahrung vorenthalten, mehr als 20 Tage lang musste er Fussfesseln tragen. Seinen Rechtsbeiständen wurde der umfassende Zugang zu Beweismitteln verwehrt, ausserdem durften sie ihn erst fünf Monate nach seiner Inhaftierung besuchen.

Am 21. November 2014 bestätigte das hohe Volksgericht von Xinjiang die lebenslange Haftstrafe gegen ihn, ohne dass seine Rechtsbeistände bei dem Verfahren anwesend waren.

Am 12. Dezember wurde Ilham Tohti in das Gefängnis Nr. 1 der Region Xinjiang verlegt.

Ich bin äusserst besorgt über diese Situation und bitte Sie höflich, Exzellenz, Ilham Tohti umgehend und bedingungslos freizulassen, da er ein gewaltloser politischer Gefangener ist, der allein wegen der friedlichen Ausübung seines Rechts auf freie Meinungsäusserung festgehalten wird.

Hochachtungsvoll


Höflich formulierter Brief an:

XI Jinping Guojia Zhuxi
The State Council General Office
2 Fuyoujie
Xichengqu, Beijingshi 100017
VOLKSREPUBLIK CHINA

Fax: 00 86 – 10 62 38 1025
E-Mail:

 

Kopie an:

Botschaft der Volksrepublik China
Kalcheggweg 10
3006 Bern

Fax: 031 351 45 73
E-Mail:

Dieser Brief ist Teil der Briefe gegen das Vergessen vom Februar 2015 | Word-Version herunterladen | E-Mail Alerts für «Briefe» abonnieren