China: Briefaktion für Su Changlan Drohende lebenslange Haftstrafe für Frauenrechtsaktivistin

Am 3. Dezember 2014 wurde die Inhaftierung der chinesischen Frauenrechtsaktivistin Su Changlan offiziell registriert und Anklage wegen «Anstiftung zum Umsturz» gegen sie erhoben. Gemäss dem ...

Su Changlan Su Changlan © Privat

Am 3. Dezember 2014 wurde die Inhaftierung der chinesischen Frauenrechtsaktivistin Su Changlan offiziell registriert und Anklage wegen «Anstiftung zum Umsturz» gegen sie erhoben. Gemäss dem chinesischen Strafgesetz droht ihr bei einem Schuldspruch eine lebenslange Haftstrafe. Allem Anschein nach steht die gegen sie erhobene Anklage in Verbindung mit ihrem Einsatz als Frauenrechtlerin und mit Online-Beiträgen, in denen sie sich im September 2014 solidarisch mit den Protesten in Hongkong gezeigt hatte, die mehr Demokratie forderten.

Seitdem Su Changlan im Oktober 2014 von Polizeikräften festgenommen wurde, erhält ihre Familie trotz wiederholter Anträge keine Erlaubnis, sie in der Haft zu besuchen. Das erste und bisher einzige Treffen mit ihrem Rechtsbeistand fand im Mai 2015 statt.

Su Changlan ist eine bekannte Aktivistin in Südchina. In den vergangenen Jahren hat sie sich insbesondere für Frauen- und Kinderrechte eingesetzt; dabei ging es um Kinderhandel, Kinderbräute, Familienplanung und Gewalt gegen Frauen im Zusammenhang mit der Ein-Kind-Politik. Darüber hinaus setzt sie sich für die Rechte der Kinder von MigrantInnen, Landrechte, Demokratie und gegen rechtswidrige Zwangsräumungen ein. Su Changlan war gezwungen, ihre Arbeit als Lehrerin zu beenden und ist in der Vergangenheit bereits mehrfach wegen ihres friedlichen Aktivismus inhaftiert worden.


Briefvorschlag und Forderungen


Sehr geehrter Herr Direktor

Am 3. Dezember 2014 wurde die Inhaftierung der Frauenrechtsaktivistin Su Changlan offiziell registriert. Noch am selben Tag wurde wegen «Anstiftung zum Umsturz» Anklage gegen sie erhoben. Bei einem Schuldspruch droht ihr eine lebenslange Haftstrafe.

Allem Anschein nach steht die gegen sie erhobene Anklage in Verbindung mit ihrem Einsatz für die Rechte der Frauen sowie mit Online-Beiträgen, in denen sie sich im September 2014 solidarisch mit den Protesten in Hongkong gezeigt hatte, die mehr Demokratie forderten.

Su Changlan ist in der Vergangenheit bereits mehrfach wegen ihres friedlichen Aktivismus inhaftiert worden.

Seitdem Su Changlan im Oktober 2014 von Polizeikräften festgenommen wurde, erhält ihre Familie trotz wiederholter Anträge keine Erlaubnis, sie in der Haft zu besuchen. Das erste und bisher einzige Treffen mit ihrem Rechtsbeistand fand im Mai 2015 statt.

Ich bin sehr besorgt über diese Situation und bitte Sie, sich für die sofortige und bedingungslose Freilassung von Su Changlan einzusetzen.

Hochachtungsvoll

 


Höflich formulierter Brief an:

Director of Foshan City People’s Procuratorate
Li Chunsheng
Foshan City People’s Procuratorate
28 Hujinglu, Shanchengqu
Foshanshi 528000, Guangdongsheng
PEOPLE'S REPUBLIC OF CHINA

Fax: 00 86 – 75 78 33 23 97 8
E-Mail:
 

Kopie an:

Botschaft der Volksrepublik China
Kalcheggweg 10
3006 Bern

Fax: 031 351 45 73
E-mail:

Dieser Brief ist Teil der Briefe gegen das Vergessen vom Juli 2015 | Word-Datei herunterladen | E-Mail Alerts für «Briefe» abonnieren