© Private
© Private

Briefaktion China Drei Minuten Kontakt mit der Familie − nach Jahren

18. März 2021
Gerade mal drei Minuten konnte der Uigure Ekpar Asat mit seiner Familie sprechen − zum ersten Mal seit seinem Verschwinden im April 2016. Sein Gesundheitszustand ist schlecht, er muss unbedingt versorgt werden. Und eine Rechtsvertretung erhalten.

Es besteht grosse Sorge um den uigurischen Geschäftsmann Ekpar Asat (艾克拜尔-艾赛提), der wegen «Anstiftung zu ethnischem Hass und ethnischer Diskriminierung» (民族歧视、煽动民族仇恨) eine 15-jährige Haftstrafe in einem Gefängnis in der Präfektur Aksu verbüsst. Es ist nicht bekannt, dass der Fall vor Gericht verhandelt wurde.

Zum ersten Mal seit seinem Verschwinden im April 2016 konnte der Uigure Ekpar Asat kurz mit seiner Familie kommunizieren. Während des dreiminütigen Videogesprächs Ende Januar 2021 berichtete er, dass sich sein körperlicher sowie psychischer Gesundheitszustand zunehmend verschlechtere. Seine Familie bestätigte, dass er deutlich an Gewicht verloren und blass ausgesehen habe, zudem habe er viele schwarze Flecken im Gesicht. Ekpar Asat war wegen «Anstiftung zu ethnischem Hass und ethnischer Diskriminierung» ohne Prozess zu 15 Jahren Haft verurteilt worden.

Die Nichtbereitstellung von angemessener Ernährung und medizinischer Versorgung kann einen Verstoss gegen das Verbot von Folter und anderen Misshandlungen sowie anderer unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe darstellen.

Setzen Sie sich für Ekpar Asat ein und fordern Sie umgehende medizinische Versorgung für ihn sowie Zugang zu einem Rechtsbeistand und sofortige Freilassung, sollte gegen ihn keine Beweise für das Begehen einer international anerkannten Straftat vorliegen.