Polizisten führen Verdächtige im Vergewaltigungsfall von Birbhum ab. © AFP/Getty Images
Polizisten führen Verdächtige im Vergewaltigungsfall von Birbhum ab. © AFP/Getty Images

Indien Schreckliche Gruppenvergewaltigung muss bestraft werden

24. Januar 2014
Die Behörden müssen die mutmassliche Gruppenvergewaltigung einer jungen Frau im indischen Birbhum untersuchen und die Täter vor Gericht bringen, fordert Amnesty International.

Weil sie sich in einen muslimischen Mann verliebt hatte, wurde eine 20-jährige Frau von 13 Männern vergewaltigt. Diese Strafmassnahme erliess der «khap panchayat», ein nicht gewählter, rein männlicher Dorfrat.

«Die west-bengalische Polizei muss diese Gruppenvergewaltigung untersuchen und die Verantwortlichen vor Gericht bringen. Zudem muss sie dafür sorgen, dass die Frau und ihre Familie sofortigen und angemessenen Polizeischutz erhalten», sagt Divya Iyer, Researcherin bei Amnesty Indien. «Alle Personen, die zur Gewalt gegen die Frau aufgerufen haben, müssen zur Rechenschaft gezogen werden.»

Aussergerichtliche Straferlasse

Die «khap panchayat» (Dorfräte) sind bekannt für ihre unmenschlichen und sexuell gewalttätigen Straferlasse gegen Frauen, einschliesslich  sogenannte «Ehrenmorde».

Ein dreiköpfiges Komitee, das Justice Verma Committee, untersuchte die Gesetzgebung bezüglich sexuellen Straftaten in Indien. Es hielt in seinen Empfehlungen fest,  dass die Erlasse der «khap panchayat» illegal seien und forderte die Regierung zu einem hartem Durchgreifen gegen diese auf.

Die Behörden müssen sicherstellen, dass das Recht auf freie Partnerwahl für alle Frauen respektiert und geschützt wird. Es müssen dringend Massnahmen eingeführt werden, um Diskriminierung und Gewalt gegen Frauen zu beenden.