Briefaktion Thao Moua & Pa Fue Khang Seit Jahren in Haft nach politisch motiviertem unfairen Verfahren

Thao Moua und Pa Fue Khang, die der ethnischen Minderheit der Hmong in Laos angehören, verbüssen eine Haftstrafe von 12 beziehungsweise 15 Jahren, weil sie zwei europäische Journalisten und deren ...

Thao Moua und Pa Fue Khang, die der ethnischen Minderheit der Hmong in Laos angehören, verbüssen eine Haftstrafe von 12 beziehungsweise 15 Jahren, weil sie zwei europäische Journalisten und deren Dolmetscher unterstützt hatten.

Thao Moua, Pa Fue Khang und ein dritter Mann namens Char Yang arbeiteten als Dschungelführer für die beiden Journalisten und wurden am 4. Juni 2003 festgenommen.

Die Journalisten wollten über die Situation der Hmong berichten. Die Regierung von Laos, die im April 2011 neu gewählt wurde, hat immer noch keine Anstrengungen unternommen, um Thao Moua und Pa Fue Khang ein faires Gerichtsverfahren zu gewähren.

Thao Moua und Pa Fue Khang wurden gemeinsam mit den beiden Journalisten und deren Dolmetschern am 30. Juni 2003 in der Provinz Xieng Khouang vor Gericht gestellt. Während der Untersuchungshaft hielt man die drei Männer in Fussketten und schlug sie mit Stöcken und Fahrradketten. Char Yang konnte aus der Haft entkommen und wurde in Abwesenheit verurteilt.

Das Gerichtsverfahren dauerte weniger als drei Stunden. Thao Moua und Pa Fue Khang hatten keinen Rechtsbeistand, und der Ausgang des Verfahrens war offenbar schon vorher festgelegt worden. Alle fünf Angeklagten wurden zu langen Haftstrafen verurteilt, die Journalisten und ihr Dolmetscher kamen jedoch frei und wurden am 9. Juli 2003 aus Laos ausgewiesen. Thao Moua und Pa Fue Khang wurden in das Samkhe-Gefängnis von Vientiane verlegt. Die Behörden haben seitdem nichts über ihren Verbleib bekannt gegeben.

Nach Einschätzung von Amnesty International war das unfaire Gerichtsverfahren politisch motiviert.


Forderungen der abgeschlossenen Aktion

 

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident

Thao Moua und Pa Fue Khang, die der ethnischen Minderheit der Hmong in Laos angehören, verbüssen eine Haftstrafe von 12 beziehungsweise 15 Jahren, weil sie zwei europäische Journalisten und deren Dolmetscher unterstützt hatten.

Thao Moua, Pa Fue Khang und ein dritter Mann namens Char Yang arbeiteten als Dschungelführer für die beiden Journalisten und wurden am 4. Juni 2003 festgenommen.

Die Journalisten wollten über die Situation der Hmong berichten. Die Regierung von Laos, die im April 2011 neu gewählt wurde, hat immer noch keine Anstrengungen unternommen, um Thao Moua und Pa Fue Khang ein faires Gerichtsverfahren zu gewähren.

Thao Moua und Pa Fue Khang wurden gemeinsam mit den beiden Journalisten und deren Dolmetschern am 30. Juni 2003 in der Provinz Xieng Khouang vor Gericht gestellt. Während der Untersuchungshaft hielt man die drei Männer in Fussketten und schlug sie mit Stöcken und Fahrradketten. Char Yang konnte aus der Haft entkommen und wurde in Abwesenheit verurteilt.

Das Gerichtsverfahren dauerte weniger als drei Stunden. Thao Moua und Pa Fue Khang hatten keinen Rechtsbeistand, und der Ausgang des Verfahrens war offenbar schon vorher festgelegt worden. Alle fünf Angeklagten wurden zu langen Haftstrafen verurteilt, die Journalisten und ihr Dolmetscher kamen jedoch frei und wurden am 9. Juli 2003 aus Laos ausgewiesen. Thao Moua und Pa Fue Khang wurden in das Samkhe-Gefängnis von Vientiane verlegt. Die Behörden haben seitdem nichts über ihren Verbleib bekannt gegeben.

Nach Einschätzung von Amnesty International war das unfaire Gerichtsverfahren politisch motiviert.

Ich fordere Sie auf, Thao Moua und Pa Fue Khang freizulassen und alle Anklagen gegen die beiden Männer fallen zu lassen, sofern sie keiner erkennbar strafbaren Handlung angeklagt werden und man ihnen keinen Prozess gemäss internationalen Standards für ein faires Gerichtsverfahren gewährt.

Zudem fordere ich, dass die Behörden Informationen über den Verbleib und Gesundheitszustand von Thao Moua und Pa Fue Khang bekannt geben.

Hochachtungsvoll,

Dieser Brief ist Teil der Briefe gegen das Vergessen von Juni 2012 | Zurück zur Übersicht Juni 2012 | Word-Version herunterladen | E-Mail Alert für «Briefe» abonnieren

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