Sandya Eknaligoda vor einem Bild ihres verschwundenen Mannes Prageeth Eknaligoda © Privat
Sandya Eknaligoda vor einem Bild ihres verschwundenen Mannes Prageeth Eknaligoda © Privat

Sri Lanka: Briefaktion für Prageeth Eknaligoda Journalist seit 7 Jahren verschwunden

Briefe gegen das Vergessen Februar 2017
Das Verschwinden des sri-lankischen Journalisten und Karikaturisten Prageeth Eknaligoda jährte sich im Januar zum siebten Mal. Er verschwand am 24. Januar 2010 im Vorfeld der damaligen Präsidentschaftswahlen. Amnesty International befürchtet, dass er wegen seiner journalistischen Arbeit Opfer des Verschwindenlassens wurde.

Prageeth Eknaligoda war für «Lanka-e-News» in der Hauptstadt Colombo tätig und kritisierte die Regierung offen. Vor seinem Verschwinden veröffentlichte er eine Analyse über die beiden Präsidentschaftskandidaten, die zum Vorteil des Oppositionskandidaten ausfiel.

In Sri Lanka werden das Antiterrorgesetz und Notstandsbestimmungen immer wieder angewendet, um kritische Medien zum Schweigen zu bringen. JournalistInnen werden in Sri Lanka sowohl von Angehörigen der Sicherheitskräfte als auch von Mitgliedern bewaffneter Gruppen drangsaliert, entführt, tätlich angegriffen oder sogar getötet. Seit 2005 ist niemand im Zusammenhang mit der Tötung von JournalistInnen strafrechtlich verfolgt worden.

Die Ehefrau von Prageeth Eknaligoda, Sandya Eknaligoda, setzt sich unermüdlich für die Aufklärung des Schicksals ihres Mannes ein. Sie wird deshalb immer wieder drangsaliert und war in jüngster Zeit einer Hetzkampagne ausgesetzt.

BRIEFVORSCHLAG

Sehr geehrter Herr Generalstaatsanwalt

Im Januar jährte sich das Verschwinden des sri-lankischen Journalisten und Karikaturisten Prageeth Eknaligoda zum siebten Mal. Er verschwand am 24. Januar 2010 im Vorfeld der damaligen Präsidentschaftswahlen. Prageeth Eknaligoda war für «Lanka-e-News» in der Hauptstadt Colombo tätig und kritisierte die Regierung offen. Vor seinem Verschwinden veröffentlichte er eine Analyse über die beiden Präsidentschaftskandidaten, die zum Vorteil des Oppositionskandidaten ausfiel. Es besteht Anlass zu der Befürchtung, dass er wegen seiner journalistischen Arbeit Opfer des Verschwindenlassens wurde.
Die Ehefrau von Prageeth Eknaligoda, Sandya Eknaligoda, wird immer wieder drangsaliert und war in jüngster Zeit einer Hetzkampagne ausgesetzt, weil sie sich für die Aufklärung des Schicksals ihres Mannes einsetzt.

Es besorgt mich sehr, dass in Sri Lanka das Antiterrorgesetz und die Notstandsbestimmungen immer wieder angewendet werden, um kritische Medien zum Schweigen zu bringen. JournalistInnen werden sowohl von Angehörigen der Sicherheitskräfte als auch von Mitgliedern bewaffneter Gruppen drangsaliert, entführt, tätlich angegriffen oder sogar getötet.

Ich möchte Sie bitten, umgehend eine umfassende und unparteiische Untersuchung des Verschwindenlassens von Prageeth Eknaligoda in die Wege zu leiten.
Stellen Sie bitte ausserdem sicher, dass alle Personen, gegen die Beweise für eine Straftat vorliegen, strafrechtlich verfolgt und in Übereinstimmung mit internationalen Standards für faire Verfahren vor Gericht gestellt werden.
Ich appelliere zudem an Sie, dafür zu sorgen, dass die Familie von Prageeth Eknaligoda vor Drangsalierungen und Repressalien geschützt wird.

Hochachtungsvoll

 

Höflich formulierten Brief an

Hon. Jayantha Jayasuriya
President’s Counsel
Attorney General
P. O. Box 502
Hulfsdorp
Colombo 12
Sri Lanka

Anrede: Dear Attorney General / Sehr geehrter Herr Generalstaatsanwalt

Kopie an

Botschaft der Demokratischen Sozialistischen Republik Sri Lanka
Niklasstrasse 19
D-14163 Berlin
Deutschland

Fax: 004930 - 80 90 97 57
E-Mail: info@srilanka-botschaft.de

 

Einen druckfertigen Modellbrief auf Deutsch finden Sie 
auf Seite 4 in diesem Word-Dokument.

 

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