Mitte: Die Menschenrechtsanwältin Sirikan Charoensiri (June) © Banrasdr
Mitte: Die Menschenrechtsanwältin Sirikan Charoensiri (June) © Banrasdr

Thailand: Briefaktion für Sirikan Charoensiri (June) Drohende Gefängnisstrafe für Menschenrechtsanwältin

Briefe gegen das Vergessen Juli 2018
Sirikan Charoensiri (June) ist eine führende Menschenrechtsanwältin in Thailand. Sie vertritt regelmässig Personen, die wegen der friedlichen Wahrnehmung ihrer Menschenrechte strafrechtlich verfolgt werden. Nun wird sie selbst strafrechtlich verfolgt.

Seitdem sie 2015 pro-demokratische AktivistInnen der «Bewegung für neue Demokratie» vertreten hat, sieht sie sich selbst strafrechtlich verfolgt. Ihr wird unter Paragraf 368 des Strafgesetzbuchs das «Nichtbefolgen amtlicher Anordnungen» und unter Paragraf 142 das «Unterschlagen von Beweisen» vorgeworfen. Grund für diese Anklagen ist, dass sie der Polizei nicht erlaubt hatte, ihr Auto ohne entsprechenden Beschluss zu durchsuchen. Als die PolizeibeamtInnen daraufhin ihr Auto beschlagnahmten, erstattete Sirikan Charoensiri Anzeige wegen Dienstvergehen gegen sie. Im Zusammenhang mit dieser Anzeige wird sie zudem beschuldigt, bei der Polizei eine falsche Aussage gemacht zu haben. Im Fall einer Verurteilung in diesen drei Punkten drohen Sirikan Charoensiri insgesamt bis zu 15 Jahre Gefängnis.

Die Menschenrechtsanwältin wurde im September 2016 von den Polizeibehörden vorgeladen, weil man ihr vorwarf, gemeinsam mit den pro-demokratischen AktivistInnen, die sie verteidigt, rechtswidrige Aktivitäten durchgeführt zu haben. Sollte sie deswegen unter Anklage gestellt werden, droht ihr ein Verfahren vor einem Militärgericht.


Bitte schreiben Sie höflich formulierte Briefe in gutem Thailändisch, Englisch oder auf Deutsch an den thailändischen Polizeipräsidenten.

BRIEFVORSCHLAG und Forderungen auf Deutsch

Sehr geehrter Herr Polizeipräsident

Sirikan Charoensiri (June) ist eine führende Menschenrechtsanwältin in Thailand. Sie vertritt regelmässig Personen, die wegen der friedlichen Wahrnehmung ihrer Menschenrechte strafrechtlich verfolgt werden. Nun wird sie selbst strafrechtlich verfolgt. Ihr wird unter Paragraf 368 des Strafgesetzbuchs das «Nichtbefolgen amtlicher Anordnungen» und unter Paragraf 142 das «Unterschlagen von Beweisen» vorgeworfen. Grund für diese Anklagen ist, dass sie der Polizei nicht erlaubt hatte, ihr Auto ohne entsprechenden Beschluss zu durchsuchen. Als die PolizeibeamtInnen daraufhin ihr Auto beschlagnahmten, erstattete Sirikan Charoensiri Anzeige wegen Dienstvergehen gegen sie. Im Zusammenhang mit dieser Anzeige wird sie zudem beschuldigt, bei der Polizei eine falsche Aussage gemacht zu haben. Im Fall einer Verurteilung in diesen drei Punkten drohen Sirikan Charoensiri insgesamt bis zu 15 Jahre Gefängnis.
Die Menschenrechtsanwältin wurde im September 2016 von den Polizeibehörden vorgeladen, weil man ihr vorwarf, gemeinsam mit den pro-demokratischen AktivistInnen, die sie verteidigt, rechtswidrige Aktivitäten durchgeführt zu haben. Sollte sie deswegen unter Anklage gestellt werden, droht ihr ein Verfahren vor einem Militärgericht.

Ich bin sehr besorgt über diese Situation und fordere Sie auf, sicherzustellen, dass alle polizeilichen Ermittlungen gegen Sirikan Charoensiri eingestellt werden, da diese lediglich mit der rechtmässigen Vertretung ihrer MandantInnen zusammenhängen.
Auch die Strafverfolgung von anderen Personen, die sich für den Schutz der Menschenrechte einsetzen, muss umgehend gestoppt werden.

Hochachtungsvoll

Höflich formulierten Brief an den Polizeipräsidenten:

Commissioner General of Royal Thai Police
Police General Chakthip Chaijinda
Royal Thai Police Headquarters
Rama 1 Road
Pathumwan
Bangkok, 10330
THAILAND

Kopie an

Botschaft von Thailand
Kirchstrasse 56
3097 Liebefeld

Fax: 031 970 30 35
E-Mail: thai.bern@bluewin.ch

 

Einen druckfertigen Modellbrief auf Deutsch finden Sie 
auf Seite 4 in diesem Word-Dokument.

 

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