Vietnam: Abgeschlossene Briefaktion für Chau Van Kham Sorge um Gesundheit eines gewaltlosen politischen Gefangenen

Briefe gegen das Vergessen Februar 2021
Als der Chau Van Kam im Januar 2019 für einen humanitären Einsatz nach Vietnam reiste, wurde er kurz nach seiner Ankunft inhaftiert und in der Folge zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Weil er ohne Kontakt zur Aussenwelt festgehalten wird, ist sein Gesundheitszustand unbekannt, und es ist ungewiss, ob er Zugang zu angemessener medizinischer Versorgung hat.

Chau Van Kam ist ein 71-jähriger Bäcker im Ruhestand, der in den 1980er-Jahren von Vietnam nach Australien flüchtete. Als er im Januar 2019 für einen humanitären Einsatz nach Vietnam reiste, wurde er kurz nach seiner Ankunft inhaftiert und später wegen Mitgliedschaft in einer «terroristischen Organisation» zu zwölf Jahren Haft verurteilt.

Amnesty International betrachtet Chau Van Kham als gewaltlosen politischen Gefangenen. Seit seiner Festnahme verwehren ihm die vietnamesischen Behörden den Kontakt zu seiner Familie und einem Rechtsbeistand seiner Wahl. Sie verletzen damit die Mindestgrundsätze der Vereinten Nationen für die Behandlung von Gefangenen (Nelson-Mandela-Regeln).

Bereits vor der Festnahme litt Chau Van Kham an verschiedenen Gesundheitsproblemen, darunter einer vergrösserten Prostata, einer Degenerationserkrankung der Halswirbelsäule und Diabetes. Weil er ohne Kontakt zur Aussenwelt festgehalten wird, ist sein Gesundheitszustand unbekannt, und es ist ungewiss, ob er Zugang zu angemessener medizinischer Versorgung hat.

 

Abgeschlossene Briefaktion