Irland Überwältigende Mehrheit gegen Strafen für Schwangerschaftsabbruch

8. Juli 2015
Die irische Regierung steht unter wachsendem Druck, ihre Abtreibungsgesetzgebung zu reformieren. Das stellt Amnesty International am 8. Juli anlässlich der Veröffentlichung einer eigens in Auftrag gegebenen Meinungsumfrage fest. Irlands Regelungen zum Schwangerschaftsabbruch gehören zu den restriktivsten weltweit.

Infografik Irland

81 Prozent der in der repräsentativen Erhebung befragten Personen sprachen sich dafür aus, dass die Voraussetzungen für einen legalen Schwangerschaftsabbruch in Irland erweitert werden müssen. Die von «Red  C» im Mai durchgeführte Umfrage verweist auf eine grosse Diskrepanz zwischen dem Volkswillen und der aktuellen Politik der irischen Regierung. Nur wer in Lebensgefahr ist, hat in Irland das Recht, eine Schwangerschaft auf legalem Weg abzubrechen. Alle anderen Frauen oder Mädchen riskieren bis zu 14 Jahre Haft, auch wenn sie Opfer einer Vergewaltigung geworden sind oder ihre Gesundheit durch die Schwangerschaft gefährdet ist.

Die Umfrageergebnisse widerlegen die gängige Argumentation der irischen Regierung, die strenge gesetzliche Regelung der Abtreibungsfrage entspreche dem Volkswillen: Auch die Mehrheit der Bevölkerung möchte, dass die Gesetzgebung internationalen Menschenrechtsnormen entspricht.    

Zum Artikel: «Irland degradiert Frauen zu Gebärmaschinen»

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